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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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548 Tristichon.

Tristichoit (griech.), dreizeiligeS Ge-dicht.

Trisyllabum (gciech.). eil, dreisilbi-ges Work. — trisyllnbisch» dreisilbig.

Triteriie (lat.), bei den Buchdrucker»ein Heft von drei in einander gelegtenFoliobogen, die unten mit einerlei Buch-staben (Signatur) bezeichnet sind.

Tritheismus sgriech.). Dreigö'kterei,der Glaube au drei Götter. — Tritheist,einer, der drei Götter glaubt. — tri-theistisch, dem Dreigötterglauben huldi-gend, angemessen.

Triton sgriech.), in der Fabellehre,ein Uutermeergotk, Begleiter des Neptun.Mehrheit Tritonen.

Tritonia, Tritogenia(griech-), Bei-name der Göttin Minerva, von kem FlusseTriton, an dessen Ufer sie aus JupitersHaupt, in voller Rüstung, entsprungen sei»soll.

Tritonus, Triton (griech.), in derMusik: der Dreiklang, besonders derjenige,welcher aus der Terze, Quinte und Oktavebesteht und der harmonische heißt.

Trituration llat.). Zermalmn,Ig, Zer-stoßuug, Zerreibung; besonders das 3er-malmen der Speisen zwischen den Zahnen.

— trituriren, zermalmen, zerreiben.—triturabel, zerreiblich.

Triumph (lat.), 1. das Gepränge einesSiegers und seines Heeres nach einem er-fochtenen Siege, SiegeSzug, Siegesfeier;2. ein herrlicher, wichtiger Sieg selbst. —Triumphbogen, ein Siegesbogen, einBogen, unter dem ei» Sieger durchzieht.

— triumphire», frohlocken, siegpran-gen; siegen.

Triumvir ilat.), «in Dceiherrscher (imrömischen Reiche). Mebch.: Trlumviri,Triumviren- — Triumvirat, dieunumschränkte Gewalt dreier Personen, Col-legium von drei Staatsbeamte». — tri-UMviral, dreiherrschastlich.

Trivia (lat.), ein Beiname der Hekate.

trivial slat.), platt, niedrig, abgedro-sch-n. gemein. — Trivial-Gchule, Bür-ger- ober Volksschule, worin nur die erstenund nothwendigste», aber keine gelehrtenKenntnisse beigebracht werden. — Trivia«ltsmen, Gemeinheiten, platte, abgedro-lscheue Reden. — Trivialität, das Ge- j

Trophologie.

meine, Niedrige, Platte, die Plattheit,Alltäglichkeit.— Trivium, 1- Dreiweg,dreifache Wegscheide; 2. Dreikunst, drei-fache Kunst, ehemals Grammatik, Rheko-rik und Logik, gleichsam als dreifacherWeg zur Weisheit. Vgl. (Quadrivium.

Troc. siehe troquiren-

Trocar (franz.), Trokar . eine drei-eckige oder dreischneidige Nadel zum Ab-zapfen deS Wassers bei Wassersüchtigen,wie auch zur Lösung der Winde bei auf-gcblähetem Vieh. — trocarireu. mitdiesem Instrumente abzapfe».

Trochäus lgriech.), in der Dichtkunstei» Versfuß von einer langen und einerkurzen Silbe, Schnellsuß, z. E. lieble.— trochätsch, anS Trochäen bestehend.

Trochisci, Trochisken, bei denApo-thekern, kleine Mundkügelchen, Plätzchen,Zeltchen.

Trochllt (griech.), versteinerte, ge-wundene Schnecke, Kreiselschnecke.

Trochodes (gciech.), Knochengelenk.

Trochometer (griech.), Schifflanf-Messer-

Troglodyten (griech.), Menschen, wel-che in Höhle» wohnen, Höhlenbewohner.

Trombe (franz.), Wasserhose.

Tromblon (franz.), Streustück, eineBüchse, welche mehrere Kugeln nach allenSeiten hinschießt; Donnerbüchse.

Trombotie (ital.>, Posaune.

Trompeur (franz. spr.: Trompöhr),Betrüger. — troinpiren, betriegen, hin-tergehen , täuschen.

Trope, Tropus (griech.), uneigent-sicher, bildlicher Ausdruck, Redebild; z. B.Frühling des Lebens, anstatt Ju-gend; Wohnung des FriedsnS, stattGrab. Vgl. Metapher. — tropisch,figürlich, bildlich, verblümt. — Tropo-logie, Lehre von der Anwendung derfigürlichen oder sinnbildlichen Ausdrücke.

Trophäe, Tropäe (griech ), Sie-geszeichen, Siegesdenkmal. In den älte-sten Zeiten bestand ein solches Siegeszei-chen auS einem abgehauenen Baume, mitden erbeuteten Waffe» behängen.

Trophologie (griech.), Ernährungs-lehre.