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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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552 TyremesiS.

Tzäremefis (griech.), das käsichte Er-breche» der Säuglinge.

dyreusis, Tyrosts, das Milchge-rinne», Käsen, besonders im Magen. —tyrodes, kaficht.

Tzävlasis (griech.), der Schlangenaus-satz, eine Hautschalung.

Tyrtäische Gesänge , Kriegs -,Schlachkgesange, nach dem athenischenDichter Tprtäus benannt.

U.

Ubertät (lat.), Fruchtbarkeit, Reich-thum, Fülle.

ulii slat.), wo.

ubl kene, ibi p»Ioi» (lat.), wo es mirwohl geht, da ist mein Vaterland.

Ubiquisie» oder Ubiquitarier (lat.),Verfechter der körperlichen Gegenwart desLeibes und Blutes Christi an allen Orten,wo das Abendmahl gefeiert wird. — Übt-quitat, Allgegenwact, Ueberallsein.

Ukas (der), Ukase (die) (russisch), inRußland, ein unmittelbarer kaiserlicher Ne-gierungsbefehl, Manifest.

Ulalgie (griech.), Kieferschmerz.

Ulanen, Uhlanen, leichte östreichische(anfangs polnische) Reiter mit Lanze», andenen sich oben eine kleine Fahne befindet.

UIceration (lat.), die Eiterung, dasSchwären. — ulceriren, eitern, schwä-ren.— ulcerös, eiterig, schwärartig.—nie»;, Ulcus, Geschwür.

ulcisciren (lat.). räche», strafen.

Ulenia (türk.), die gesammte Geistlich-keit der Türken , zu welcher auch die Rechts-gelehrten gezählt werden, weil die Grund-sätze des Rechts, wie die der Religion,im Koran enthalten find-

Ulltis (griech.), Zahnfleischentzündung.— Uloncus, Zahnfleischgeschwulst. —Ulorrhagie, das Bluten aus dem Zahn-fleisch.

')

Ulotika (griech.), Vernacbungsmiltel.

') Ulm in, eine l,n Splinte ter Ulmen undanderer Baume enthaltene Substanz von dun-kelbrauner Farbe ; Modcrstoff (HumuSssturc),

ultrn.

ulterlor citailo klat.), anderlveitige, neueVorladung. — »Ilorior lieäuclio, weitereAnöfnhrnng.

Ultimatum, Ultimat (lat.), die letz.ten Bedingungen, die man bei einem zuschließenden Traktat oder bei irgend einerandern Verhandlung macht. und bei denenmau unabänderlich festzustehen erklärt; dieletzte Erklärung, die letzten Vorschläge. —»Uimo, am letzten Tage eines MonatS. —

Letzte. Acnßerste. — »>>»»», in der Sprach-lehre, die letzte Silbe.

Ultimögenitur-Re.cht, Letztgeburts-recht, Vorrecht des Jüngstgedornen. (Vgl.primogeiiitur als Gegensatz.)

uNo,' (lat.), der Rächer.

»Nra (lat.). über. — Das von plu,Ultra, der höchste Grad. — na rutor »Nr»oro,,illan>, Schuster, versteige dich nicht überden Leisten. — »Nr» capt»>„, »der die Fas-sungskraft. — Ultra «lilnitiiu»,, über dieHälfte. — Ultra inosum, über die Maßen.

es wird niemand zum Unmöglichen ver-pflichtet; über das Vermögen etwas zuthun, ist niemand verbunden. — Ultra-marin, Himmelblau, sehr kostbare Farbe,welche aus dem völlig blauen Lasursteintlapla la/uli) gemacht wird. Sie beißt so,weil sie zuerst aus dem Morgenlande überdas mittelländische Meer kam. — ultra«montan , was jenseits der Gebirge, d. h.der Alpe» ist, aber nur in Beziehung aufdie Person des Redenden. I» Italienversteht man Deutschland, die Schweiz undFrankreich darunter, in Frankreich hinge-gen Italien. Man bezeichnet damit beiuns am häufigsten, das was von demPapste herrührt. — Ultramontanls-MUS bedeutet namentlich die Anmaßungenund übertriebene» Ansprüche der Päpste. —liltramuildan, überirdisch. — Ultrasldie , so beißen im Allgemeinen Alle, diein dem, ivaS sie wollen, aus Leidenschaftund Vorurtheil weder Maß noch Ziel hal-ten, die Ueberspannten. Es gibt also so-wohl Ultrarevolutionärs, die in ih-rem republikanischen Schwindel alle Grän-zen überschreiten, als Ultraroya listen,blinde, leidenschaftliche Anhänger der (kö-niglichen) Herrschecgewalt. Im engernSinne werden unter Ultra'6 meist dieletzter» verstanden- Daher Ultracis-