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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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556 Usurpanz.

lanbte Zinse. - psura- illegitim--. un-rechtmäßige Zinse. 17-»-»- p-okibii»-,berbetene Zinse. p-ni-s-um »»»-»-,Zinse von Zinsen. P-»-»-!» p-»vil»L,unerlaubte. strafbare Zinsnehmung, wuchs-rische Gewissenlosigkeit. I7-»-»i-i»s,

Wucherer.

UsurpaNZ llat.), das Herkomme» , dieGewohnheit. Usurpation / die gewalt-same, widerrechtliche Besitznehmung.Usurpator, der einen Thron, oder sonstfremdes Eigenthum widerrechtlich und mitGewalt an sich recht und besitzt; ein Thron-ermachiiger, Throurauber. usurpiren,unrechtmäßiger Weise sich etwas anmaßenund in Besitz nehmen, an sich reißen.

vsu» (lat.). 1. Gebrauch, Gewohnheit,Uebung; 2. Nutzen. -» » .,» , nach Ge-wohnheit, nach Gebrauch und Uebung.i» »»», gebräuchlich, in Uebung. »ckarm», in ».IHM, zum Gebrauch. Ususepaiioi'ttioNcus, die Nutzanwendung.Usus loguenäi, der Sprachgebrauch.17-»» -st ty-»»»»-, der Gebrauch übt einetyrannische Gewalt aus-

Utenfilia. Utensilien (lat.), Haus-,Küchen- und Wirihschaftsgerathe, Gerätb-schafcen zum täglichen Gebrauche; Hausrath.

I7t--!»i (lat.), Schooßgeschtvister, Stief-geschivister, die zivar die gleiche Mutter,aber verschiedene Vater haben. 17:--»-,die Gebärmutter. Uterina, Mittelgegen Gedärmutterübel.

17lite llat.), das Nützliche, der Nutzen. Utllisation, Nutzanivendung, die An-wendung eines Grundsatzes zu JemandesBestem. utilislren , benutzen, zum Nu-tzen anwenden, nützlich machen. »lii,-i»s pi'irnti,, eigener Nutzen. uiitit»-pubticn, das allgemeine Beste. tzstilirtät, die Nützlichkeit, Nutzbarkeit. Üti-likririev, Einer, der die menschlichenHandlungen itickt nach ihrem sittlichenWerthe, sondern bloß nach ihrem Nutze»beurtheilt.

Utopien lgriech.), das idealische Land,das Schlaraffenland, Nirgendwo, ein Land,das nicht wirklich eristiri. Uropia ist näm-lich der Name eines, von dem berühmte»englischen Kanzler Thomas Morus geschrie-benen Romans, in welchem das Ideal einesnirgends anzutreffenden vollkommenen Frei-staates aufgestellt ist. utopisch, »ic>

Vaccination.

gendheimisch, ansein solches Land bezüglich.

Utopisnius. Streben nach Realist,rung eines idealifchen Staates; Strebennach einem Schlaraffenleben. Utopist,ein Schlaraffenländer.

Utraquisien (lat.), der Name der ge-mäßigkern Hussiteu, der böhmische» Bru-der, weil sie das heil. Abendmahl »»b »wa-gn- form», d. h. unter beiderlei Gestalt,genießen.

IN, re, mi, f», -ol, I», szu denen spä,terhin für den Ton I, noch die Silbe -ihinzukam! sind die sechs von dem italieni-scheu Benediciinermönche, Guido Aretiunsim XI. Jahrhundert, so geheißenen Gui-doiiischen Silben, mit denen man noch jetztin Frankreich und Italien die Töne derdiatonischen Tonleiter zu bezeichne» pflegt.(Siehe diatonisch und solniifiren.)

Utrtcult <lat.),Safkbebältniffe derPflau-ze», Safischlanche.

Utschitel, Erzieher, Hofmeister inRußland.

»t supra (lat.), wie oben, d. i. wie vor-hin gemeldet wurde (gewöhnlich nur ». -.).

»t i»kr», wie unten, oder nachher be-merkt wird.

17--» llat.), die Traubenhaut im Auge.

vvui« (lat.), das Zäpfchen im Halse.

Dior (lat.), Ehefrau, Gattin. »eo-rio noniln-, im Namen der Ehefrau.

D.

-V»! (franz. sprich: Wa>, es gilt! essei! Ein Ausdruck beim Spiel, wen» aufeine Karte Geld gesetzt wird: z. E. V»Va«g»-! Es gilt die Bank! v» i«»t! Esgilt alles aufs Spiel gesetzte Geld!

vacant llat.). ledig, erledigt: z. E.vacantcr Platz, vacaute Stelle.Vacanz, I- Erledigung einer Stelle;erledigte Stelle; 2. Urlaubszeik, Ferien,in Gerichte» und Schulen. v»-»t, pa<cat, t. ist erledigt, fehlt, ist unbesetzt;2. bei den Buchdruckern nennt man eineweiß gelassene, unbedruckte Seite ein Ba-rak. Vacatur. Stellerledignng.vaciren, erledigt sei», offen stehen.Vaccination (lat.), Kuhpockenimpfimg-