ist sehr glänzend weißgrau, vor den hellen Franzen dunkler bestäubt, ohne Mond-flecken. Die Fühler sind gekerbt. Es wurde diese Eule vvm Sohne Kindermanns imMonat Juli im Ural aufgefunden.
Gen. LIX. Apamea.
850. Noct. Erupta.
Tab. 472. Fig. 1. 2.
Diese Eule wurde erst seit einigen Jahren bei Berlin in Mehrzahl von den HerrenKretschmar und Keitel zahlreich aufgefunden und kam unter viererlei Namen inentomologischen Verkehr, nämlich als: Morio, Haworthii, Digramma und Erupta vor.Ich ließ ihr den letzten Namen als den gebräuchlichsten. Als Mario habe ich bereitsauf Tab. 388. Abbildungen gegeben, aber nach einem ganz dunkeln und großen Exem-plar, das von den vorstehenden verschieden ist. Sie hat die Größe von Latruncula,doch sind ihre Vorderflügel breiter. Das Bruststück, welches mit grauen Haaren ver-mischt ist und die Vorderflügel sind braunschwarz mit gewöhnlich kreideweißenMackcln. Die gewöhnliche erste Binde nach der Wurzel zeigt sich schwarz. Eine breiteweißgraue Binde zieht sich zwischen der Nierenmackel und den Franzen durch die ganzeFlügelbreite und aus solcher laufen in der Flügelmitte die mittlern Adern in zwei weißeSpitzen aus, welche sich bis zu den Franzen erstrecken. Letztere sind braun. DerHinterleib, welcher beim Mann einen feinen Afterbüschel führt, und die Hinterflügel,sind dunkel aschgrau. Ebenso ist die ganze Unterseite gefärbt, auf welcher die Hinter-flügel einen dunklen Mondfleck in der Mitte zeigen. Auf den Vorderflügeln schimmertauf der Unterseite die Nierenmackel heller durch. Die Fühler sind an beiden Geschlech-tern fadenförmig. Füsse und Augen sind braun. Die Flugzeit dieser Eule ist der Juli.Wahrscheinlich wird sich solche auch vielleicht schon im Juni zeigen und ich hegeauch die Vermuthung, daß die noch unbekannte Raupe gleich der von Strigilis und La-truncula in den Halmen oder Wurzeln von Grasarten leben wird.
Das Paar in meiner Sammlung, wornach ich Abbildung gebe, hat mir Herr vonWeißenborn gütigst überlassen.