Band 
Erster Band.
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l8 Erstes Buch.'!

keit wollte einem solchen Unfugs steuern, und verklagteJgnazen bey der Inquisition. Allein dieser wußte sichüber die Anklage so gut zu verantworten, daß er seinerBetteley wegen sogar noch mit schmeichelhaften Lobsprü-chen überhäuft wurde.

Nicht so glimpflich verfuhr im folgenden Jahre dieUniversität mit ihm. Er verließ das Collegium Mari-ta i g u, wo er achtzehn Monate die Grammatik nicht vielgründlicher, als zu Barcellona, Alcala und Sa-lamanka studirke, und begab sich in das Collegium zurh. Barbara, um sich in der Philosophie unterrichtenzu lassen. Auch hier wendete er den größten Theil seinerZeit darauf, junge Leute durch Dußpredigen zu gewinnen.Er pries die freywillige Armuth; und so viele auch seineSchwärmerey belachten, so hatte sie doch wieder für ebenso viele anziehende Reize. Er zog seine geistlichen Uebun,gen-hervor, und die Studenten kasteiten und geißeltensich an den Sonn - und Festtagen, anstatt in dem Collegionach geendigtem Gottesdienste den Disputationen beyzu-wohnen , die man an diesen Tagen zur Uebung der jungenWeltweisen anzustellen pflegte. Die Professoren suchtendurch Ermahnungen und Drohungen dieser Unordnung ab-zuhelfen. Aber vergebens. Ignaz ließ sich in seinemheiligen Eifer durch menschliche.Mittel nicht irre machen.Endlich wollte man mit Ernste den Unfug einstellen. Manentschloß sich, dem Jgnaz ftyerlich vor der ganzen Der-sammlung die Ruthe zu geben. Da diese Strafe die größteBeschimpfung war, so riethen ihm seine Freunde, durchdie Flucht dieser entehrenden Züchtigung zu entgehen. Al-lein Jgnaz froh, wieder einmal Gelegenheit zu haben,sich zur Ehre Gottes, und zur Prüfung seiner Geduldstäupen zu lassen, verachtete diesen freundschaftlichen Rath,und gieng ganz unerschrocken in das Collegium. Der fey-erliche Anblick der mit fürchterlichen Ruthen bewafnetenProfessoren, und die zahlreiche Versammlung der Schüler,