Z 8 4 Fünftes Buch.
Spanien. Kein Unterthan sey an Cid und Treue gegendie Königin gebunden, nachdem sie vom Papste verfluchtsey, in dessen Macht es stünde, Könige zn erhebenund zu stürzen rc.*). Dieses sind die Schriften, wcl.che in den Augen der Jesuiten alles Lob verdienen (opn,-cula utUissim-i). Dieses sind gottselige, fromme, katho.lische Gesinnungen; und diese Persons find die Männer,welche zu Rheims, Douvay und Rom jene» engli-schen Collegien vorstunden, worin die brittische Jugendeinen sichern Zufluchtsort gegen die Verfolgung der Ketzerfand.
Elisabeth war lange schon mißtrauisch gegen jeneCollegien und Pflanzschulen. Sie war überzeugt, daß in den.selben die gefährlichsten Anschläge wider ihr Leben und ih.re Krone geschmiedet wurden. Sie wußte, daß darinalle Verrather, die aus dem Lande vertrieben wurden,alle misvergnügte Unterthanen, und alle verwegene, fa.natische Köpfe ejne sichere Freystatte gefunden hatten. Sieschickte Leute, auf deren Treue sie sich verlassen konnte, indiese Seminarien nach Rheims und Rom» welch« un.ter dem Verwände, als wären fle vertriebene und verfolgteKatholiken, die Geheimnisse dieser Winkelschulen erforschenmußten *'). Diese Vorsicht war nicht überflüßig. Sieerfuhren, daß drey Jesuiten, Edmund Campian,Radulf Serevin und Alexander Driant, nachder Anleitung des Bischofes von St. Asaph, eines acht-zigjährigen Greises, heimlich und auf verschiedenen WegeninjE ngland angekommen wären. Ihr Vorhaben war» dasVolk und einen Theil des Adels gegen die Königin zu ver«hetzen, und sie chres Reiches zu berauben. Man hat sieinsonderheit noch beschuldigt, daß sie fünfzig Mann aus«
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