402 Fünftes Buch.
Heber jener Beschuldigungen. Der Iesuite Bartoli,welcher die Geschichte seines Ordens in England schrieb,geht gar nicht aufrichtig zu Werke, wenn er behauptet*),daß, ob man gleich verschiedene Vorwande, den Katholi.ken den Prozeß zu machen, gesucht, doch die meisten, dieMan deshalb verdammte, keines andern Verbrechens sichschuldig gemacht haben, als daß sie unerschütterlich in ih.rer Religion geblieben waren. So einer barbarischenStrenge war Elisabeth nicht fähig, deren Regierungvon den einsichtsvollsten Geschichtschreibern ihres Zcital»ters als das Muster einer weisen und guten Beherrschunggerühmt wurde. Wenn unter ihrer Regierung Katholikenund Priester hingerichtet wurden, so waren es nur solche,welche aus unklugem Eifer für ihre Religion gefährliche Bär.gcr, und strafbare Uebertrcter der Gesetze geworden sind.Die Königin hat bey verschiedenen Gelegenheiten ihre Dul«düng gegen die Katholiken bewiesen. Sie hat immer diegewaltsamen Zwangsmittel verabscheun. Allein der Um»stand, daß die Jesuiten in gemeinschaftlicher Mitwirkungdes spanischen und römischen Hofes den katholi«scheu Unterthanen einen gefährlichen Haß gegen die Regie«rung einzuflößen suchten, hat diese am Ende genöthigt,mir ernsthafter Strenge gegen eine Sccte zu verfahren,welche in einer unglücklichen Verblendung Aufruhr, Em-pörung und Vcrrälhereycn für erlaubte Mittel ansah,die vermeintliche Reinigkeit der Religion zu retten **).
I'om. Ma.gazin jur Geschichte der Jesuiten.Heft l. S. 41. u. f.
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