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Geschichte der Jesuiten.
wenigstens für andere Religiösen, die Bekehrung der ro«heften heidnischen Völkerschaften verbunden war. Es be-weiset nichts für sie, wenn einige ihrer Missionarien Mar-tyrer ihres Eifers geworden sind. Sie waren vielmehrMärtyrer des blinden Gehorsams, den sie ihren Obernleisten mußten. Gleichwie mancher Soldat an einen Po-sien gestellt wird, von welchem nur der Feldherr weiß,daß er der gefährlichste ist, so ging es manchem Jesuiten,dem die Plane unbekannt waren, nach welchen ihn seinOberer in diese oder jene Provinz verschickte. Ein Jesui-tenoberer durfte in diesem Falle das Leben seiner Unterge-benen immer leichter aufs Spiel setzen, als ein Feldherrseine Soldaten. Es kostet die Jesuiten nichts, aus der-gleichen verunglückten Opfern ihres Eigennutzes und ihrerHerrschsucht Heilige und Märtyrer zu machen; und dabeyhatten sie noch immer den Vortheil, sich in den Augen ei-nes bigotten Volkes in Europa Bewunderung und An-sehen zu verschaffen.
Freylich nicht aus ihren eigenen, sondern aus denSchriften ihrer Gegner, der Dominikaner und Kapuziner,aus den Verfügungen und Bullen der Päpste, aus detturkundlichen Zeugnissen frommer und gottseliger Bischöfe,und endlich aus der allerjüngst vom portugiesischen Hofebekannt gemachten Geschichte der Kriege in Paraguay er-sieht man, wohin eigentlich die Bemühungen der Jesuitenin Missionsländern abzwickten, Alleinherrschaft, und dieSucht sich zu bereichern, war der Mittelpunkt, wohin ihrso gepriesenes Missionsgcschäst zielte. Beydes stimmt mitdem Hauptplan ihres OrvenS übercin, Und beydes warauch die Quelle von unaufhörlichen Vorwürfen, die martihnen bald nach ihrem Entstehen bis auf unsere Zeiten fastin ganz Europa machte,
Sie haben durch den hartnäckigen Widerstand gegenpäpstliche Befehle, durch ihre rachgierigen Verfolgungenjener Bischöfe, denen K nach kanonischem Rechte Gehör-