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Sechstes Buch.
Seiten der Partheyen in Rom, und die Congregation vonder Fortpflanzung des Glaubens nahm sich der Sache miteinem ganz außerordentlichen Ernste an. Schon im Jahre1648 erschienen mehrere Verordnungen gegen die ketzeri-schen Gebräuche der Chinesen, gegen ihre Anbetung desConfuz, und gegen die Opfer, die sie mit Bewilligungder Jesuiten ihren Götzen brachten. Geschenke undDrohungen, und am allermeisten der Einfluß, den die Ge-sellschaft Jesu über die Gesinnungen und Entschließun-gen der römischen Kardinale zu behaupten wußte, be-nahmen aber diesen Verordnungen großcntheils ihrenNachdruck.
Erst Clemens X. und Jnnozenz XII. fingendie Sache mit großem Eifer zu betreiben an. Sie ver-dammten die Jesuiten, und letzterer ließ in Rom öffentlicheine Verordnung kund machen, die jenen gar nicht behagenkonnte. Mit dieser Verordnung setzte Carl Maigrot,päpstlicher Vikar, die ganze Missivnsgenossenschaft vollendsin Brand. Er machte dieselbe im Jahre 169z öffentlichim Kaiserthum China bekannt. Darin waren alle heidni-schen Gebrauche, welche Papst Alexander VH. erlaub-te, unter den feyerlichflen Verfluchungen gegen die Ueber-trcter verdammt. Die Jesuiten verfluchten ihrerseits mitnicht geringerm Nachdrucke den apostolischen Vikar, undnannten sein Verfahren ketzerisch, gottlos, unklug und er-schlichen. Ein so hitziges Gezänke ärgerte selbst die Chri-sten in China; indessen behaupteten die Jesuiten immerdie Oberhand über ihre Gegner, indem sie der Schutz deSkaiserlichen Hofes furchtbar machen mußte, und fie über.Haupt, da der ganzeOrden für sie arbeitete, mit mehreren«Nachdrucke, theils durch Intrigue, theils durch Beste-chungen wirken konnten.
Das Feuer dieses ärgerlichen Zwistes hatte bereitsden spanischen und französischen Hof ergriffen, und beidenahmen an dem unnützen Gezänke der Partheyen einen
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