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Zweyter Band.
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Geschichte der Jesuiten. 10z

zu reizen *). Man hatte große Ursache, nicht allzustrengegegen die Evangelischen zu verfahren, deren Parthey un»gemein stark war. Außerdem wußten diese den Hof, derbey Gelegenheit des Türkenkrieges oft genvthiget wurde,dieStände umSubsidien anzusprechen, gefälliger und duld.samer zu machen. In dieser Rücksicht hatte auch Aerdi»nand den dringenden Vorstellungen seiner evangelischenUnterthanen in so weit nachgegeben, daß/r im Jahre 1564den Gebrauch des Abendmahls unter beyden Gestalten all-gemein erlaubte, so sehr auch die Jesuiten dagegen eifer-ten **).

Der römische Hof kennte allerdings mit dein frommenEifer zufrieden seyn, den Ferdinand I. für die Erhal-kung der katholischen Kirche bewies. Allein sein Nachfvl-ger Maximilian II. bezeugte sich gegen Roms Jnler-esse nicht so gefällig. Alle evangelische Fürsten und Ständesahen mit einer Art Zuversicht der Regierung dieses hoff.nungsvollen Monarchen entgegen, der schon in seiner frü-hesten Jugend aus Neigung für die Reformation mit ver-schicdencn protestantischen Häuptern, und vornamlich mitdem Churfürsten in Sachsen '**) und dem Herzoge von

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Indessen war selbst Ferdinand t- noch welk von jenemwüthenden Versolgungsgeiste entfernt, von welchem einigeseiner spätern Nachfolger beherrscht wurden. Ein Pries, dener im Jahre 15Z7 an Luther, und ein anderer, den er imI. 1564 an Cassa »der schrieb, lassen keinen Zweifel übrig»daß er der Reformation der Kirche nicht abgeneigt war. Erwürde vielleicht dem Fortgange derselben keine Hindernisse inden Weg gelegt haben, wenn seine Grundsätze der Toleranzsich mit dem politischen Interesse seines Hauses vertragenhätten. Oeuvres clivers lls Ls^Is. T'om. k//. T-aF. 746.

*") An diesen Churfürsten schrieb Marimillan H. „Ichbin Ihrer Religion und Ihres Glaubens; aber zeigen SieMir nur auch den Weg, wie ich mich aus dem Labprinthe, wo-