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Achtes Buch.
Heinrich nicht bloß aus Andachtstrieb, oder, als hatteer die Jesuiten durchgehcnds für unschuldig erkannt, ihreWiederaufnahme beschlossen habe. Vielmehr kann mandaraus abnehmen, daß der König, aus Ueberzeugung,wie gefährlich sie seinem Reiche werden könnten, alle mög-liche Vorsorge genommen habe, um sich ihrer Treue zu ver-sichern. Aber wie wenig diese Beschränkungen ihrem da-maligen General Claudius Aquaviva gefallen, ge-stehen die Jesuiten selbst*). Vornamlich drey Hauptpunktewaren nicht nach seinem Geschmacke. Es konnte ihm nichtgleichgülng seyn, daß seine Gesellschafter, die nachdemInhalte des Instituts niemand, als nur ihm unterworfenseyn mußten, in Frankreich vor königlichen Beamten sicheidlich verpflichten sollten, dem Könige getreu zu seyn,und nichts wider die Gesetze und die Ruhe des Staates zuuntelnehmen. Eben so unerträglich war es ihm, daß seineUntergebene in Frankreich, so wie andere Geistliche undReligiösen, nach den gemeine» Rechten gerichtet werdensollten. Und endlich warf auch das königliche Gebot, daßkein Jesuite ohne bischöfliche Bewilligung priesterliche Ver-richtungen thun, oder etwas wider die Gerechtsame derBischöfe, der Pfarreycn und Universitäten unternehmensollte, das ganze Gebäude der jesuitischen Verfassung zuBoden. Aquaviva war über diese Bcdingnissc sehr be-ängstiget. Allein seine schlauen Genossen trösteten ihnbald mit der Versicherung, daß diese Einschränkungen vonkeiner Bedeutung seyen, indem sie wohl Mittel findenwürden, ihrer los zu werden **).
') Ul. IVkrikiAolklH Uellexivnes. lom. cir. psg. 1^8.
Sehr artig brückt sichMangvld in seinen Reflexionen hier»über au«. Er sagt, der König habe die Jesuiten, die sich be-ständig um ihn befunden, und ihm ihre Bedenklichkeiten überbesagte Einschränkungen entdeckt hnttten, öfter« mit vorzügli-cher Güte gebeten, ihm alle«, wa« er von ihnen in diesemAugenblick fordern würde, zu bewilligen. C« wäre ihm dabey