Band 
Zweyter Band.
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208
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2 08 Achtes Buch.

die dem Palais gegenüber auf der Stelle, wo des Königs«Mörders, Ca stets, väterliches Hans gestanden, als eiltewiges Monument seines verruchten Frevels errichtet war,nicht anders als mit bitterm Verdruss: vor ihren Augensehen. Es mußte ihnen daran gelegen seyn, dieses Denk«mal zu vertilgen, das sie unaufhörlich an ihre so schimpf«lichc Verweisung, an ihre verruchte, königsmörderschrSittenlehre, und an ihren mit Schimpf und Spott hinge,richteten Collegiumsrcktor Guignard erinnerte. Siesetzten demnach die ganze Maschine ihrer Politik in Bewe-gung , um vorerst mittelst eines Parlcmentsschlusses, und,als ihnen dieses nicht gelang, mittelst eines Machtspruchesvon Seite des Hofes die Niederreissung der Pyramide zuerzwecken. Die unpartheischsten Staatsräthe, und unterdiesen auch Sully, waren der Meynung, es sey ebennicht nöthig, die Pyramide niederzureißen, und die Je.suiten könnten sich durchaus zufrieden stellen, wenn dieInschriften, und voraämlich das Parlemcntsurtheil überdie Verbannung der Gesellschaft Jesu heruntergenommenwürde. Das letztere sey man ihr einigcrmaaßen schuldig,indem ihre Wiederaufnahme, wo nicht als Beweis ihrerUnschuld, doch wenigstens als Zeugniß einer gänzlichenVergessenheit des Vergangenen angesehen werden dürfte.Eine ganz andere Beschaffenheit habe es mit dem Monu-mente überhaupt, welches nicht sowohl jur Beschimpfungder Jesuiten, als vielmehr zur ewigen Verabscheuung desversuchten Königsmordes und zur Sicherheit des gehe!,ligtcn Regenrenlebens aufgebaut worden sey. Es wäreVcrräkherey gegen das Vaterland, ein so wichtiges Mo-nument zu vertilge», und so etwas könne nicht geschehen,ohne die Sicherheit des Staates aufs Spiel zu setzen *).Allein damit konnten die Jesuiten nicht zufrieden seyn;

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L. ix. ziy.