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AchkeS Buch.
hatte, warum diese Zeit der Günstling des Monarchen,unv das Orakel aller Höflinge. Sully hatte schon langedie Maltrcssen, und jetzt auch ihre Beichtvater, die Je-suitcn, zu Feinden. Letztere suchten ihn beym Könige inVerdacht zu bringen, als wäre er ihnen allermeistens anihrer Wiederaufnahme in Poitiers hinderlich. Hein-rich, der jetzt dem Orden, und vornäinlich seinem Beicht-vater so sehr ergeben war, daß er ihnen fast keine einzigeBitte abschlagen wollte, wurde sehr empfindlich darüber,seinen Liebling, den Herzog von Süll», von so einerSeite angeklagt zu sehen. Er stellte ihn hierüber zur Re-de; Süll» berief sich auf seine Unschuld, und betheuerte,daß er sich keines Umstandcs bewußt sey, der die Anklageder Jesuiten von dieser Seite statthaft erweisen könnte.Der König suchte also des andern "ages seinen Beichtva-ter über die Gesinnungen des Herzogs zu beruhigen. Abervergebens! Der schlaueJesuite berief sich auf eigenhändigeBriefe vom Herzoge, worin er den Magistraten von Poi-tiers ausdrücklich befohlen haben soll, sich der Aufnahmeder Gesellschaft zu widersetzen. Cotton betheuerte, dieseBriefe mit eigenen Augen in den Handen eines durchausrechtschaffenen und redlichen Mannes gesehen zu haben.Heinrich, den es schmerzte, von einem Minister hinter-gangen zu werden, auf dessen Treue und Aufrichtigkeit erall sein Vertrauen setzte, verlangte die Briefe zu haben,und der Jesuite versprach, sie des folgenden Morgensvorzuzeigen. Nach dieser Unterhaltung wurde der Königsehr verlegen. Er verwies es dem Herzoge mit dem ernst-haftesten Unwillen, daß er bey aller seiner gewohnten Red,lichkeit doch in dieser einzigen Sache mit verschlagener Listgehandelt hätte. „Sie wissen es," sagte er„wie„lieb Sie mir sind; aber Sie wissen es auch, wie sehr ich„Wahrheit liebe und Verstellung hasse. Sie haben sich
») Denkwürdigkeiten deS Herzogs von Sullv- Band V- BuchXX. S. rzr.