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Zweyter Band.
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217
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Geschichte der Jesuiten. 217

Der einmüthige Entschluß gestimmter Fakultäten giengalso dahin, sich aus allen Kräften dem Vorhaben der Je-suiren zu widersetzen» die Einregistrirung der königlichenPatente zu verhindern» und dem Könige mittelst einer Re-gnete die Beweggründe dieses Schritts anzuzeigen.

Die Jksmieii, die sich am allerwenigsten von der theo-logischen Fakultät so eines Widerstandes versahen, hatte t,um ihre Absichten zu erreichen» weiter nichts als einenMachkspruch aus dem königlichen Kabinette nöthig gehabt.Allein sie fanden es dieß,nal, besonderer Ursachen wegen,nicht rathsam, dahin ihre Zuflucht zu nehmen. Denn ge-rade um diese Zeit erhielt Heinrich von verschiedenenOrten her warnende Winke gegen ein heimliches Komplott,das sich wider sein Leben unter Anleitung der Jesuiten an-gesponnen hätte. Ob gleich der König durch seinen Ueber,tritt zur katholischen Kirche, und vornämlich auch durchden Schutz, den er dieser Religion gab, die Liguistcn ei-nigermaßen beruhigt zu haben schien; so brannte das Feuerdieses verruchten Bundes, den man in jenen Zeiten denHeiligen Bund nannte, doch immer noch in den Ge-müthern einiger Fanatiker. Was diesem heimlichen Brau-de die meiste Nahrung gab, war, außer dem bittern Rc-Ugionshaffe, auch der besondere Umstand, daß gerade da-mals , unter der Leitung des Herzogs von Süll»), undbey Gelegenheit des Jülichschen Sukzesstons. Kriegs,jm französischen Kabinette der große Plan entworfen wur,de, das außerordentliche Uebcrgewicht des österreichi-schen und spanischen Hauses zu schwächen, den deut-schen Reichsstaat gegen die ehrsüchtigen Entwürfe der ErzrHerzoge von Oesterreich zn verwahren, die deutschenProtestanten wider eine gegen fie erhobene Faktion zu schüz-zm, und ein Gleichgewicht im europäischen Negentensyste-nie herzustellen *). Dieser erhabene Entwurf mußte näm-

*) Denkwürdigkeiten deS Herzogs von Sully. Band vn. Buch

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