Band 
Zweyter Band.
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286
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286 Achtes Buch.

Disputationen, noch im Schulunterrichte, dir Materievon der Oberherrschaft des Papstes über Könige und Für-sten ju berühren. „Von dieser Zeit an>" sagt Man-gold*), >, hat die Gesellschaft Jesu kein einziges Buch„mehr in Druck gegeben, worin dieser Gegenstand abger„ handelt wird." Aber ist es möglich! Sollten seit 1626bis auf den heutigen Tag die Jesuiten über eine Sachegeschwiegen haben, die ihnen so nahe am Herzen lag, undworüber die ganze Gesellschaft, nach den Vorschriften ihresInstituts, Eines Sinnes und Einer Gcdcnkensart seytzmußte? Ertönt nicht schon seit vielenJahren auf der Kan-zel in der Domkirche zu Augsburg die nämliche Kon^troverse von der Macht des Papstes? Und hat stch nichfselbst Pater Maximus Mangold gröblich wider dasobenerwähnte Verbot seines Ordensgenerals dadurch vcr.stoßen, daß er cnm 8uz>6ricrruna xerriaissn st, Lp^rok>L-tioue feine Reflexionen drucken ließ, worin dieser gefurch-teren Oberherrschaft des Papstes mächtig geschmeichelt,und die Lehre von der Unverletzbarkeit weltlicher Regenteflals ein noch unaufgelöstes Problem behandelt wird? Wirwollen durch historische Zeugnisse darthnn, daß dieser Je§suite ein in der Geschichte »»erfahrnes Publikum auf Ko-sten der Wahrheit zu hintergehen, kein Bedenken trägt.

. Im Jahre i6zo gab der Jesuiie, Bapt. Bauny-seine Lummsin keccatorum heraus. Darin lobpreiset erden unter dem Namen Gregors VlI. gefürchteren Hil-debrand deswegen, daß er Kaiser Heinrichen IV.^kommuniziert, und seine Unterthanen ihres Eides derTreue entlassen hat. Er findet es sehr konsequent, daßdie Unterthanen einer vom Papst exkommunizirten Obrige,keit so lange außer aller Verbindlichkeit seyen zu gehörechen, bis die Kirche Genugthuung erhalten habe^ Sseifrig auch damals sowohl die französische Geistlichkeit als

') R.ellexionsr in 6onrinusk!onew Lislor^ Lccles. //eür. lom/II. II. §. 16 . pLg. 263. --

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