Band 
Zweyter Band.
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Geschichte der Jesuiten. Zif

lichen Widerstand leistete, willfährig ihre Hände dar. Dieschwache Parthey der jansenistischen Anhänger sah sich gacbald von der weit starkem des Molinismus unterjocht.Mitten in der lebhafteste» Gährung erhob der SyndikusdcrSorbonne, Corner, ehcmaligerJesuite, seine StimmeWider den Jansenius, und zeigte ihr an, daß DoktorHobert fünf ketzerische Sätze in seinem Augustinusentdeckt halte. Richelieu belohnte diesen Doktor mitdem Bisthume von Vabres, und die Jesuiten sahenseine Entdeckung für einen Fund an, den sie begierig auf«fingen. Sie munterten ihn auf, dem Papste zu schreiben,und verschasten ihm eintn Anhang von fünf und scchszigfranzösischen Bischöfen, welche sämtlich dem heiligen Stuhleanlagen, jene fünfSatze mit dem Ketzersteinpel zu mackeln.Was noch bemerkenswerlh ist, so begleitete selbst der König,der nach dem Hinlritt Richelieus von dem CardinalMazarin regiert wurde, das Schreiben seiner Bischöfemit Empfehlungen. Aber dieser dem königlichen Anfehnso nachtheilige Schritt war damals keine befremdende Er-scheinung. Der ganze französische Hof verstund sich sogut mit dem römischen, daß der königliche Mantel zumPurpur geworden zu seyn schien ").

Es war kein Wunder, wenn unter solchen Umstandenden Jesuiten alles nach Wunsche gelang. Freylich trugJnnozenz X. Anfangs Bedenken, ihr Vorhaben zu be-günstigen. Sein Vorgänger hatte den Augustin desJansenius verdammt, ohne ihn gelesen zu haben. Die-jenigen Censoren, denen er die von Hob ert ausgezoge-nen Sätze zur Untersuchung gab, machten es nicht besser.Sie verdammten sie, ohne das Buch, worin sie enthaltenseyn sollten, zur Hand zu nehmen. Der Papst war sehrgeneigt, beyden Partheyen Stillschweigen zu gebiete», und

») Pragmatische Geschichte der Bulle in Cöna Domini. TheilM. S. iSg-