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räthers! der Königin Beichtvater gewesen sey*), daranläßt sich gar sehr zweifeln. Freylich schienen die Jesuitennicht ganz mit Karl» zufrieden gewesen zu seyn. Dennrr halte sein Versprechen, welches er bey seiner Vereheli-chung gethan, die katholische Religion in England ein«zuführen, nur halb erfüllt. Er ließ sich auch, nach ih«rem Zeugnisse **), öfters, aber vergebens daran erin-nern. Mehrere Jesuiten gaben, als die schreckliche Nach-richt von der Hinrichtung des Königes erscholl, im Aus.lande zu verstehen, daß der katholischen Kirche durch dieseBegebenheit ein großer Vortheil zugewachsen sey. Einfranzösischer Jesuite hatte in P,aris sogar die Verwegen,heit, eine englische Dame, welche über das klägliche Endeihres Monarchen weinte, mit der barbarischen Versiche-rung trösten zu wollen, daßKarl keines Mitleidens werth,und ein gefährlicher Feind der katholischen Kirche gewesensey. Es geschah diesem ungeschickten Tröster nicht ganzunverdienter Lohn, daß ihn die aufgebrachte Dame dieTreppe hinunter werfen ließ *'*).
Was auch diese Umstände immer für eine Beweis-kraft haben mögen, so ist doch so viel aus der Geschichteerwiesen, daß die Jesuiten nach Karls Hinrichtung kei-Ntswegs ihr Ansetzn in England verloren, und sich un-ter der Regierung seines Sohns Karls II. ungemeinschnell vermehrt haben. Dieser hatte schon, als er sich aufseiner Flucht in Deutschland aufhielt, heimlich zuKöln am Rhein in die Hände des Cardinals Rez daskatholische Glaubensbekenntniß abgelegt. Freylich geschahdieses nicht aus Grundsätzen, oder aus Ueberzeugung.Denn er war gegen alle Religionen gleichgültig, und machte
«) Rolle der ehrwürdigen Pater Jesuiten auf dem Schauplatzeder Welt. S. IZ.
*') Daselbst l. c.
*") Daselbst l. c.