tz Vierzehntes Buch. ?
anbep, Ihr werdet bey der Euch untergebenen Societät solcheVorsicht hierin gebrauchen, damit dergleichen ärgerliche undmehr einem Pasguil gleichende Exhibitiones und Druckschriftteu um so gewisser hinfüro unterbleiben möchten, als im wi-drigen Falle die Societät alle jene üble Folgerungen, welcheunfehlbar darns entstehen müßten, niemand Andern als sichselbst beyzumcssm haben würde. In dieser gänzlichen Zuver-sicht verbleiben wir euch mit fernern Hulden und Gnadenwohlgewogen. Münchenden 26. Septembris 1764 "
Die Jefuitcn wollen nur von solchen Obrigkeitlichenweisen, die ihnen günstig, aber nichts von solchen wissen,die ihnen ungünstig sind, Sie werden es glaublich nicht wa-gen dürfen, nunmehr, nachdem dieses bisher noch ganz un-bekannte Aktenstück an das Tageslicht kömmt, behaupten zudürfen, daß entweder Maximilian oder seine MinisterIanscnistcn, Ketzer, treulose Miethlinge, Verschworne unddergleichen gewesen seyen, Maximilian war ein from-mer und gottcSfürchtiger Herr; aber er hatte zum Unglückfür die Jesuiten bey weitem mehrern Scharfsinn und anderegleichsam angcborne Regententugenden, als ihnen behagenmochte.
Ein so nachdrückliches Mißfallen, das ihnen die Regie-rung bezeigte, machte sie zwar behutsamer, aber vertilgteden Groll nicht, den sie gegen die Akademie hegten. Viel-mehr wurde ihnen diese immer verhaßter, je weiter sich ihrEinfluß verbreitete, und je tiefer sie in das Heiligthnm desJesnitiömuS griff. Außer den sogenannten LateinischenSchulen, worin meistens nur für den Unterricht derjenigenZöglinge gesorgt wurde, die entweder für ihren eigenen, oderandere Mönchsorden gebildet wurden, waren bisher alle bür-gerliche und Landschule» vernachlässigt worden. Sie begrif-fen es sehr wohl, daß Gewerhöbürger uud Landmänner kei-nes wissenschaftlichen Unterrichts nöthig halten, um treueMitglieder ihrer Ordenssvdalitakc» und blinde Anhänger allesdesjenigen zu seyn, was sie ihnen in ihren Missionen vorpre-