Band 
Vierter Bnad.
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Geschichte der Jesuiten.

seyen, und die ganze Geschichte endigte sich damit, daß derJesuit Lener das Amt eines Beichtvaters der kaiserliche»Prinzessinnen verlor und augenblicklich vom Hofe und ausder Stadt weggeschafft wurde.

Je weniger es den Jesuiten gelang, den Erzbischof beyder Monarchin in Ungnade zu bringen, um so eifriger be-mühten sie sich, ihn am Römischen Hofe zu verlästern.Klemens XIII. war allzu empfindlich über die Bedräng-nisse seiner Lieblinge, als daß er den Erzbischvf Migazzinicht bey Zeiten ermähnt hätte, etwas gelinder und schonen-der mir der armen, ohnehin allerorts bedrängten GesellschaftFest« Zu verfahren. Der päpstliche Nunzius am WienerHofe, Kardinal Crivelli, erhielt den Auftrag, die Gesin-nungen Sr. Heiligkeit dem Beklagten zu offenbaren.Migazzi rechtfertigte sich aber, so gut er konnte, in einemMemvire folgenden Inhalts :

„Ewr. Eminenz waren so gütig, mich von dem Gerüchtezu unterrichten, welches mau bey Gelegenheit der inWie ngetroffenen Verfügungen zur ordentlichen Einrichtung der hie-sigen Universität, in R.o m verbreitet hat. Man behauptetnämlich, daß diese Verfügungen wider das Interesse undwider die Ehre der Vater von der Gesellschaft Jesu stritten;daß viele Leute sich darüber betrübten, und mit Schmerzensehen müßten, wie diese Gesellschaft, die schon an andernLricn den strengsten Prüfungen ausgesetzt sey, auch in dieserHauptstadt unangenehme Widersprüche zu dulden hätte. Eswar nur gar nicht unbekannt, daß man zu einer andern Zeiteben solche Gerüchte auch in Wien ausstreute, und daßmich mehrere Jesuiten, einige heimlich, und sehr viele öffent-lich beschuldigten, als wäre ich der Urheber der Neuerungen,

*) IVlemori» giusriücativs kiel!» coullottL lli IVlnnsiAnore !Vli-^icivoscovo <11 Vioniis, zneseulst» oll'Lininentis-sirno Lrivolli, d^imrio cli S. Lsinn» xiosso 1a Lotto Lo-sarea coutto lo acouso <1o' Losuni.

Kirsch. t. 2«s> IV- Dd.

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