Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

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Sechstes Kapitel.

Verfolgung dieses Ordens. Schicksal einiger seiner Mitglieder.Einfluß der Iejuite» in die Scdntte der Regierung. Verglei«chung des IlluminatiSmuS mit dein Janseiiismuö.

Indessen fehlte es im Innern des Ordens selbst nicht anGebreche», welche die Verwirrung und den Sturz desselbenbeförderten. Der Eigensinn und der gebietende Ton derHäupter,, die Ehrsucht einzelner Untergebenen, die sich sogerne an der Spitze der Regierung gesehen hätten, und dieUnklugheit, mit welcher man zu sehr rille, Leute ohne genug,same Prüfung ihrer Redlichkeit in höhere Grade zu befördern,und andere dagegen, die es.besser verdient hatte», zurück zusetzen, streuten den Saamen von Mißvergnügen und Zwie-tracht unter eine Gesellschaft, deren Dauer und Festigkeit nureinzig von der Harmonie aller ihrer Individuen unter einan-der abhängen konnte. Dazu kam noch, daß einige jungeLeute aufgenommen wurden, welche die Gabe der Verschwie-genheit rucht hallen, und aus Prahlerei), ohne es im Ernsteböse zu meinen, Geheimnisse verriethen, die verborgen blei,den sollten.

Von dieser Zeit an wurde der Illuminatenorden ein Ge-genstand der allgemeinen Aufmerksamkeit. Man wußte sei»Daseyn; aber seine Einrichtung war noch verborgen. Ebendeswegen hatte aber auch die Einbildungskraft ein freyeresSpiel, um sich von derselben nach Laune, Leidenschaft,Furcht oder Stolz ein mehr oder weniger gefährliches Bildzu entwerfen. Der Bigotte sah nur lauter Feinde der Reli-gion, der Tartüfe neben Rcligionsumwerfern auch Staats-feinde, und der Milzsüchtige nur Giftmischer und Meuchel-mörder in den Gliedern einer solchen verborgenen Gesellschaft.