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Sechzehntes Buch.
Versammlung der Notablen, bey Aufhebung der Parlemente,zusammenrotteten lind den Intendanten drohte», Aufkläreriieune» wollte. Eben so wenig verdienen die Vvlksreprascn-tautcn Gottesläugner gescholten zu werden, da es eineganz erwiesene Sache ist, daß die meisten Theile des Franzö-sischen Adels, die Prinzen und die höhere Geistlichkeit, welcheso sehr über Religionsverfall schrien, erklärte und offenbareAtheisten waren.
Nicht Bücher, Lektüre und wissenschaftliche Aufklärungverursachen unter dem Volke so allgemeine und schrecklicheGährnn^en. Das Volk liest wenig; aber den Druck derdespotischen Regierungen empfindet es, und dieser allein istder so verhaßte Aufklärer, welchen man nur aus Verblendungoder Eigenliebe nicht beym rechten Namen nennen will. Anallen Rebellionen und Staatenumwälzungcn sind verkehrte Re-gierungssysteme Schuld, und die Französische Revolutionbeweist es mehr als hinlänglich, daß die erste Quelle derselbenaus der Verlegenheit Herfloß, in der man sich befand, um beyganz erschöpften Kräften den Despotismus zu retten. Man for-sche in allen übrigen Staaten, in welchen sich Keime des Miß-vergnügens wahrnehmen lassen, ihrer Quelle nach, und manwird finden, daß heut zu Tage ganz andere Ursache», alsStttenlosigkeit und Religionsverfall beym gemeinen Volke, zuGrunde liegen, und daß, wenn auch das letztere wirklich derFall wäre, Sittenlosigkeit und Religionsverfall an den Höfenund unter den Großen zuvor herrschen müsse, ehe ein ganzesVolk damit angesteckt werden kann.
Eben darin zeigen die Lobredner des Despotismus ihreUnwissenheit, ihre Verzweiflung und ihre Unredlichkeit. Siehüten sich, auf die Geschichte einen Blick zu werfen, weil siedarin Beweise fänden, welche ihre elenden Sophistereien be-leuchten könnten. Sie schäme» sich nicht, mit einer Keckheit,die bcmitleidenswerth ist, zu behaupten, daß der Wohlstand
*) Es ist hier immer nur von der monarchischen Konstikutlonsform
die Rede, welche die erste Nationalversammlung entworfen hatte.