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Sechzehntes Buch.
»rüder die Bücher des Jausenius und des P. Quesnelanzunehmen; das an eben diesem Tage erneuerte Gesetz Kai-ser Karl VI., über die Un igenitus bulle gänzlichesStillschweigen zu beobachten, und zu keinen Zeiten etwaszu lehren, was den »ltramontanischen Meinungen in Hin-sicht der Römische» Appellationen, der Untrüglichkeit desPapstes, seiner Oberhand über allgemeine Kirche,irathe unddergleichen Gegenstände günstig wäre; die unterm rz.Brach-monat desselben Jahrs erfolgte Abschaffung des Eides derunbefleckten Empfangniß; die bald darauf erfolgte Aufhe-bung mehrerer Niederländischen Klöster, der Eremprionen,der Brüderschaften, der überflüssige» Ablässe und mehrererschändlicher Rcligivnsmißbräuche, und endlich die im Jahr?l?86 geschehene Errichtung eines Gcneralscminariums zuLöwen, die Beweggründe und nächsten Ursachen einer Re-bellion geworden sind, die unserm Jahrhunderte eine unver-tilgbare Schande bringt. Und doch ist dieses eine Wahrheit,die vor ganz Europa aufgedeckt liegt.
Was für einen Antheil die Jesuiten an dieser schändli,chcn Empörung genommen hatten, erhellet hinlänglich ausöffentlich erschienenen, und selbst von der OestreichischenRegierung genehmigte» Schriften, Der selige Kaiser klagtin seiner Erklärung von, 19. Herbstm. 1789, daß tückischeund fanatische Geistliche seit zwey Jahren nicht aufgehörthaben, venatherische und gewissenlose Ränke zu spielen, umin allen Dingen ihm arge Absichten aufzubürden und seinenUnterthanen allerley ängstliches Mißtrauen "beyzubringen;daß sie zu diesem Ende sogar als Prediger und alsBeichtväter alles versucht haben, um ihren Landesherr»als einen Verderber der Religion anzugeben, dadoch alle seine Wünsche nur dahin gingen, daß die Religionin ihrer ganzen Reinigkeit erhalten, und so ei» kräftiges Be-glückungsmittel für seine Unterthanen würde. Unter diese»tückischen und fanatischen Geistlichen stunden die Erjcsniten§eller, Havelangs, Dnvivier und van Eupcu an