zo2 Sechzehntes Buch.
Ucbrigen haben sich überall hin zerstreut; Viele sind auchwohl gar dem OrdenSgeiste abgeneigt worden, und haben sichin ganz entgegcngeartcle Verbindungen eingelassen. DieSchulen sind schon überall mit eigens besoldeten Lehrern be-setzt — und — was vielleicht die allergrößte Schwierigkeitseyn mag: Ein sehr großer Theil des Publikums, von denersten Ministern an gerechnet, ist gegen Alles, waS Jcsui-tismnö heißt, auf eine äußerst gehässige Art eingenommen."
„ Indessen sind diese Schwierigkeiten und Hindernisse be-reits so gut als gehoben. Große Zwecke fordern große Mit-tel. Die Fürsten werde», da ohnehin ihr eigenes Interessedabey am meisten befangen ist, gern einige Aufopferungenmachen, um der Menschheit einen heilsamen und unentbehr-lichen Dienst zu leisten. Ucbrigens verlangt man ja keineReichthümer; nur Befriedigung der dringendsten Bedürfnisse.Man rechnet auf den Segen Gottes, der einem nützlichenUnternehmen nie fehlen kann; nnd was die gehässigen Mei-nungen des Publikums betrifft, so ist es bereits durch diesichersten und häufigsten Erfahrungen bewiesen, daß die Zahldev Uebelgesinnte» bey weitem viel geringer ist, als die Zahlder Gutgesinnten und der Freunde des Ordens."
„In der That, die Schwärmern) des übermüthigen Ver-minftwcscns, und das so lächerlich schreckliche Getreide derAufklarungsphilosophie fängt schon sehr viele» Leuten anverächtlich nnd abgeschmackt zu werden, die längere Zeit her,des Neuen nnd der Mode wegen, sich von dieser nichtsbedcu-tenden Alfanzercy äffen ließen. Wahrhaft aufgeklarte undvernünftige Männer schämen sich nun schon von ganzem Her-zen, in der Gemeinschaft jener Aufklarungsschwärmer zu ste-hen — die da meinen, man sey nur dann aufgeklart, wennman — die philosophische Schellenkappe auf der Stirn trage»Der menschliche Verstand beginnt wieder, sich seiner Würdebewußt zu werde», die er durch eine von Frankreich her