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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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^ciäum p^ro-Iignosurki 13

Das Brändharz macht eine große Classe von Verbindungen auS,welche Harzen ähnlich sind, und die sich in zwei Classen theilen. Die einederselben wird bei denjenigen trocknen Destillationen gebildet, bei denen einesaüre, Essigsäure enthaltende Flüssigkeit entsteht, und diese sind Verbindungenvon Brandharz mit Essigsäure; die andere Classe entsteht- wenn die Flüs-sigkeit wenig oder gar keine Essigsäure enthält, oder mehr Ammoniak, alsdie Essigsäure sättigen kann. Das bei der Verkohlung des Holzes gebil-dete Brandharz besitzt alle Eigenschaften des gewöhnlichen Pechs; es enthaltEssigsäure chemisch gebunden. Wasser zersetzt beim Kochen diese Verbin-dung bis zu einem gewissen Grade; Harz mit mehr Säure wird von,Wasser ausgelost, beim Verdunsten verfliegt aber der Ueberschuß vonSäure, und das Harz bleibt in einem weniger löslichen Sättigungsgrade-.Durch fortgesetztes Auskochen mit Wasser werden die Eigenschaften desVrandharzes allmälig verändert;,es reagirt nicht mehr sauer, und be.steht nun aus einem pulverförmigen schwarzbraunen Körper, der theilsabgeschieden ist, theils eingehüllt in einen fetten und talgähnlichen kleb-rigen Theil, und von Alkohol nicht, aber von kaustischem Alkali größ-tcntheils mit schwarzer Farbe aufgelöst wird. Das darin Gelöste ver-hält sich nach der Fällung mit Säure wie Humus, der mit Kalk ver-bunden war- Wird das Brandharz nach dem Abdestilliren des OelsMit Alkohol behandelt, so wird es von demselben ganz leicht ausgelost,und die Auflösung reagirt stark sauer. Beim Filtriren bleibt ein dun-kelbraunes Pulver, welches nach dem Waschen und Trocknen graubraun,zatt und fein anzufühlen, in Wasser, Aether- Ammoniak und auch inkohlensaurem Alkali beim Kochen unauflöslich ist, das sich aber in kau-stischem Alkali sehr leicht und mit schwarzer Farbe auflöst. Wird das Auf-gelöste durch Säure ausgefällt, so verhält es sich dem Humus ähnlich.

2) Dke wäßrigeFlüssigkcit. Sie enthält Wasser, Essigsäure,oft in bedeutender Menge, selten essigsaures Ammoniak, und dieses nur,wenn stickstoffhaltige Stoffe eingemengt gewesen, seltener andere brenzlicheSäuren, ferner Brandöl und saures Brandharz; ferner einen eigenthüm-lichen, stickstoffhaltigen, ertractähnlichen Stoff, von welchem die Flüssigkeiteine gelbe oder braune Farbe und einen äußerst stinkenden Geruch hat; end-lich, wenn die Flüssigkeit aus Holz destillirt worden ist, eine eigenthümlicheflüchtige Flüssigkeit(Vergl» /kvlclum lignorum reotifle-Uuin ims.TH.),,welche einigermaßen dem Alkohol ähnlich ist, und Holzgeist (iipirituspz-ro - Iißnicur) genannt wird. Destillirt man die saure braune Flüssigkeit,so geht dieser Holzgeist zuerst über, dann kommen Essigsäure und Wassermit farblosem brenzlichem Ocle, und in der Retorte oderDestillirblase bleibtendlich ein schwarzbrauner ertractähnlicher Stoff. Die umdestillirte saureFlüssigkeit, von der der Holzgeist zu Anfange der Destillation besondersaufgefangen worden ist, enthält Essigsäure, eine geringe Menge sauresBrandharz, sehr viel Brandöl, und gewöhnlich zugleich eine geringe MengeAmmoniak. Die nicht dcstillirte saure Flüssigkeit ist eine Auflösung nicht