Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
255
JPEG-Download
 

Oastorenrn

232

saures Kali, Kalkerde, Ammoniak und etwas Eisen. Batka (Vrandes'SArchiv Xll. S. 271.) hat gleichfalls Benzvesäure und phosphvrsauren Kalkgefunden.

Biziv (Berl. Zahrb. XXVII. i. 1825. S- 245.) erhielt durch Ko-chen des Bibergeils mit dem sechsfachen Gewichte Alkohol beim Erkaltender heiß filtrirten Flüssigkeit eine sich ausscheidende Substanz, die sehr leichtwar, in Wasser und ätzenden Alkalien unauflöslich, in kaltem Alkohol we-nig, mehr in heißem, in Aekher aber sehr schnell auflöslich war, und beimlangsamen Verdampfen in kleinen prismatischen, nadelförmigen, Weißen,durchsichtigen Krystallen erhalten werden konnte (vergl. auch WinklerinGeiger's Magazin. Februar 1826. S. 171.). Diese Substanz wird vonihm als eine eigenthümliche angesehen- Und C astv rin genannt, sie kommtaber mit dem schon von Bvhn und Pfaff dargestellten Fettwachs über-eilt. Die Eigenschaft, von deü Alkalien nicht aufgelöst zu werden, theiltes mit mehreren Substanzen, z. B. dem krpstallisirbaren Fette des Hirn-markes, dem Chvlestearin (dem Gallensteinfett)/ welchem letzteren wohl dasCastorin am nächsten stehen möchte.

Auö dem kanadischen Bibergeil erhielt Pfaff ähnliche Resultate, wieaus dem moskowitischen, uur hei weitem weniger ätherisches Oel und vielmehr Zellstoff. Eine sehr ausführliche Analyse dieses Bibergeils hat unsauch Brandes (Archiv XVI. 2 . u. Z. und Buchn. Repert. XXM. z. S.44t.) gegeben.

Ivan Gran des kanadischen Bibergeils wurden mit Alkohol behandelt.Die Tinkturen trübten sich und setzten einen weißlichen Stoff ab. Beimwettern Verdunsten schied sich noch ein krystallinischer Stoff ab, und nachAbsonderung desselben gaben die geistigen Auszüge nach Verdunstung des Al-kohols eine harzartige Masse. Die erste dieser Ausscheidungen verhielt sichganz wie Cholestearin; die zweite war das Castorin Bizio's. ES war'weiß, roch eigenthümlich wachSartig, schwach nach Castoreum, und hinter-ließ dann eine Empfindung, die Bizio sehr richtig mit der eines Kupfer-salzes vergleicht. Es stellt eine zetreibliche körnige Masse dar, welche un-ter gewissen Verhältnissen sich krystallinisch zeigt; schmilzt in gelinder War-me, und wird in stärkerer, ohne Rückstand zu lassen, zerstört« KaltesWasser wirkt nicht darauf, das in der Siedehitze Aufgelöste scheidet sich beinrErkalten wieder aus. Gewöhnlicher Alkohol und Bether zeigen in der Kaltesehr wenig Wirkung, beim Erhitzen aber lösen sie diese Substanz auf, nachdem Erkalten scheidet sich jedoch das Aufgelöste in dicken gallertartigen undfeinfaserigen Flocken größtmkheils wieder aus. Absoluter Alkohol find Be-ther wirken kräftiger darauf, besonders bei Unterstützung von Warme.Aehkali und Aetzammoniak wirkten beim Erwärmen auflösend darauf, ob-wohl nur in geringem Grade. Bettlerische und fette Oele nehmen das Ca-storin beim Kochen auf, beim Erkalten schied sich das Aufgelöste größten-teils wieder ab. Verdünnte Schwefel- und Salzsäure, so auch Essigsäure,lösten diese Substanz auf; Salpetersäure zerstörte sie erst nach langer Ein-