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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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^ 288 Chinarinden

salzs. Kalk 8,5; Kleber 48,0 ; Phosphors. Talkerde und salzs. Kalk 25,0;Phyteumacolla (thierisch-vegetabilische Materie) 564 , 0 ; Pflanzeneiweiß 50,0;Talkerde mit Eisen-und Manganvryd 12,0; rückständige Faser Z75,n;ai,Sdieser durch VeraschnUg: salzs. Kali 8,n; kohlens. Kalk 28,5; kohlens. Talk-erde Z 5 ,5; Thonerde tn,5; Kieselerde 7 , 5 ; Mangan- und Eisenoxyd g,;;Wasser t 50 ,a; Verlust 60,99. 8 . 2000.

Früherö Versuche von Reusch im Berl. Jahrb. XVIl. i 8. S. jgs.Das ätherische Oel ist als der vorzüglich wirksame Bestandtheil anzu-sehen , und daher die Aufbewahrung des Krautes in gut verschlossenen Ge-fäßen räthlich. Wegen des beträchtlichen Gehaltes an Salzen (vorzüglichan salzs. Kali) ist das Kraut sehr hygroskopisch, und daher bei sorgloserAufbewahrung dem Verderben unterworfen.

Früher sind auch die Blätter von dem eichenblättrigen Gänsefuß (Ltze-nopoäium Lokez/r I.. Düsseld. Samml. Xlll. 24.), einer im mittägigenEuropa einheimischen Pflanze, die länglich ausgeschweift, hellgrün, mitkurzen Haaren besetzt und runzlig sind, im Gebrauche gewesen, jetzt aberdurch das vorhergehende Kraut fast ganz verdrängt. Sie haben gleichfallseinen aromatisch - flüchtigen, aber schwächern Geruch, und einen schwachbittern und weniger scharfen Geschmack, enthalten ein ähnliches ätheri-sches Oel und viel Salpeter.

Das Kraut wird im Aufgusse verordnet, giebt aber auch mit Wein-geist ausgezogen eine kräftige Tinctur.

i Chinarinden*).

Unter Chinarinden versteht man im eigentlichen Sinne allein die Rin-den der zu dem Geschlechte tlinokons gehörenden Bäume, welche bis jetztnur auf dem festen Lande von Südamerika gefunden sind; »»eigentlich füh-ren auch die Rinden der dem Genus Linobona verwandten Geschlecht«,Lxo 5 lemms, Lorinibuen-, u. s. w,, den Namen Chinarinden und komme»als Lhin» nov» elv. im Handel vor.

Der Chinabaum soll vonden Eingebornen Peru's OusnnanaperüimdOannspsriL genannt werden. Von den Spaniern wurde der Baum, oderauch vielleicht die Rinde, in den ersten Zeiten ?slo cke Laleniuras oder he-gn» <te Lsleniuras cie l.iwL in ?eru genannt, Welches in den iMdekli

*) Dieses für die Arzneikuude so äußerst wichtige Mittel ist zwar seit vie-len Jahren mit großer Vorliebe von den ausgezeichnetsten Naturfor-schern bearbeitet worden, dennoch müssen wir gestehen, daß noch vmeUngewißheilen hierüber obwalten. Ohne Mittel zu einem eigene» Ur-theile, hielt ich es für das Gerathen ste, bet Abfassung dieses Artikelsdurchweg die Monographie der China von Herrn von B ergen MGrunde zu legen, weiche nicht mir das neueste Werk über diesen Ge-genstand, sondern auch m wissenschaftlichem Geisteund mit großen pra -tischen Kenntnissen abgefaßt ist. Wegen ausführlicherer Nachricht, u-teratur u. s. w. muß ich daher auf dieses Werk verweisen,