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blässern Theile. Vorzuziehen ist die Rinde von Guanuco oderHuanuco genannt. Von schlechterer Beschaffenheit sind die Rin-den , welche der Querriffe völlig entbehren, mit keinem schwärz-lichen Ringe, von nach Innen zu blässerer Farbe, die dickern undauch die dünnsten, von weder kleien- noch staubartiger Epidermis,sondern mit Licbenen überzogen.
Als braune Chinarinden kommen im Handel vor:
1) Lkilia OusnuLo oder llu»nuco, die yuinyuinÄ gr >5 der Franzosen,graue China.
Diese China wurde in Spanien zuerst im Jahre 1799 bekannt, inwelchem Jahre 180 Kisten nach Santander kamen. Ruiz erhielt den Auf-trag, diese Sendung zu untersuchen, und fand in den Kisten eine dicke Rindevermischt mit den Rinden der L. nilista und lanceolaia, und noch einerandern von Tafalla, als ähnlich der 6 aIira^->, benannten Art. Die fol-genden Sendungen waren von schlechterer Qualität, und mehr mit andernRinden vermischt. Es giebt aber auch im Handel eine ganz nutzlose Hua-nucorinde. Die ächte Huanuco kommt meistens tu Kisten von circa 15gPfund netto; wir haben sie jedoch in neueren Zeiten über England auch inSeroneu von 80 —um Pfund erhalten, welche jedoch, wenn gleich ächt undfrisch, auffallend leichter ist, auch weniger Alkaloid enthält, als die alte Waare.
Hayneleitet diese Rinde von 6 . corckikolis her, Virey und Feefragweise von L. glanckulikci-a, die aber von Ruiz und Pavon nur alsein 12 Fußhoher Strauch beschrieben wird, von welchem solche dicke Roh-ren, wie in der Huanuco, nicht herkommen können. Es ist demnach unge-wiß, ob der Baun,, von welchem wir die Huanucorinde erhalten, sich schonunter der Zahl der bis jetzt bekannten Cinchvnen befinde, oder ob es eineganz neue Species sey. Nach den Mittheilungen eines sehr erfahrnen ca-dizer Kaufmanns an v. Bergen kommt die Huanuco aus zwei Provinzen,Huanuco und Huamalies, und daher rührt auch wahrscheinlich die in Spa-nien nicht seltene Verwechselung beider Namen. Die Bäume, von welchenman die Huanuco- und die Huamaliessorte erhält, müssen übrigens naheund untereinander vermischt wachsen, denn v. Bergen fand eine Huanu-corinde, um welche eine Huamalies gerollt war, welche Zusammenrottungnur stattgefunden haben konnte, als beide noch frisch waren, denn sie wa-ren so in einander und zusammengelrocknet, daß ohne Zerstörung derselbenkeine Trennung möglich war.
Die Huanuco bildet feine, mittlere und sowohl ganze, als der Längenach zerbrochene dicke Röhren von r Linien bis 1 -iz Zoll Durchmesser,3 —15 Zoll lang, z — 5 Linien dick. An dem Rande der meisten ganzenzusammengerollten Röhren bemerkt man deutlich einen scharfen schrägen Mes-serschnitt, welcher wahrscheinlich gemacht wurde, um die Rinde etwas zulösen, und sie nachher leichter abreißen zu können; bei andern Sorten kvm-Dulk's preuß. Manual. I. 20