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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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329
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Z-9

Hartharz mit Phytenmacolla 17 Gran (Phyteumacvlla hat B. nicht be-sonders dargestellt, sondern er schließt nur darauf aus dem Gerüche beiZersetzung durchs Feuer); Gerbestoff mit salzsaurem Kalke 4 Dr. r5Gr.; Gummi s Dr. 4v Gr.; chinasanren Kalk i Dr. 4» Gr.; Amylumgeringe Menge. 8,---4 Unzen Z» Gran.

In der Königschinarinde fanden Pelletier und Caven-tou: chinasaures Chinin; Chinaroth; rothen auflöslichen Farbestoff(Gerbestoff), der sich von dem in der grauen China enthaltenen nur da-durch unterscheidet, daß er die Eisensalze, statt sie grün zu fallen, braunniederschlägt; gelben Farbestoff; fette Materie, dieselbe wie in der grauenChina, bis auf die Farbe, welche vrangegclb ist; chinasauren Kalk,Stärkemehl (keine gummige Materie) und Holzfaser.

In der rothen Chinarinde fanden sie: chinasaures Cinchonin; chi-nasanres Chinin; Chinaroth; Gerbestoff; gelben Farbestoff; chinasaurenKalk; Stärkemehl und Holzfaser. Sie fanden in dieser Chinarinde eineweit beträchtlichere Menge von Mkalviden als in den andern. HenryundPlisson (Trommsd. N. I. XV. 2. S. ss.; Buchn. Report.XXVH.S. leg.; Berl. Jahrb. XXIX. 2 . S. iiz.) haben, gegen die von Ro-biguet und Andern ausgesprochenen Zweifel über die ursprünglicheAlkalinität der Pflanzenbasen, so daß diese von der Einwirkung der zuihrer Ausziehung angewandten Substanzen abgeleitet werden könne, zubeweisen gesucht, daß diese Salzbascn schon fertig gebildet in den Chi-narinden vorbanden, und darin mit Chinasäure und dem Farbestoffe,welche gegen sie als Säuren sich verhalten, verbunden seyen. Sie habenauch ein Verfahren angegeben, um sich schnell von der Anwesenheit derAlkaloide in den Chinarinden zu überzeugen, welches darin besteht, daßman die mit schwefelsaurem Wasser gemachten Abkochungen mit frischgefälltem noch feuchtem Bleiorydhvdrat, nur gerade bis zum Neutralisations-xunkte, anrührt, aus der vom Bodensatze befreiten, schwach gelblichgefärbten Flüssigkeit die Chinabasen mit Kalkmilch fällt, und sie in schwe-felsaure Salze verwandelt. Die Verfasser geben jedoch selbst an, daßsich dieses Verfahren nicht mit Vortheil im Großen anwenden lasse.

Als die vorzüglichsten Bestandtheile der Chinarinden sind die bei-den Alkaloide, das Cinchonin und das Chinin, anzusehen, von denendas erstere vorzugsweise in den braunen Chinaarten, das letztere in dengelben enthalten ist. Sie sind als bewährte Heilmittel in ihren salzigenVerbindungen in den medicinischen Gebrauch übergegangen, die Berei-tung derselben wird daher im 2 ten Theile ihre Stelle finden.

Durch diese Kenntniß der Bestandtheile der Chinarinden wird es er-klärlich, wie auch das Verhalten der Chinaaufgüsse gegen die vorher ange-gebenen Reagentien verschieden wird ausfallen müssen, und hierüber findensich sehr belehrende Versuche vonGchrader im Berl. Jahrb. XX l.§ 82 y.S. 8i., bei denen wir jedoch uns nicht in völliger Gewißheit befinden, welcheChinasorte zum Versuche gedient hat. Auch Michaelis(Hufel.J.April