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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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374
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men die krautartigen, kletternden und windenden, einfachen, nmden,steifhaarigen, gänsekieldicken Stengel, mit abwechselnden, langgestieltm,fast bandförmig tzlappigen, oder mir schwach slapvigen, an der Basisherzförmigen, steishaarigen Blättern, von L Fuß Durchmesser, mit zage.spitzten Lappen. Aus den Blattwknkeln kommen die zusammengesetzten M-tbentrauben. Die männlichen Blumen haben sechsblattrigen Kelch, sechS-blättrige Krone und sechs Staubfäden; die weiblichen sind noch unbekannt.

Von der weniger wirksamen Stammwürze! werden großentbeils mirdie Wurzelanfätze Von hinreichender Größe in der trocknen Jahreszeitausqegraben. Die Eingebornen treiben damit beträchtlichen Handel nachTrankebar und anderen Orten europäischer Besitzungen in Ostindien. DiePortugiesen bringen sie von Mozambiqne, auch kommt sie von der InselCeylon (Hauptstadt Colomho) nach Europa.

Im Handel erhalten wir die Colombowurzel in runden Scheibenvon t L Zoll Breite und überhaupt von ungleicher Dicke und Größe.Auch sinket man darunter runde, kleinere oder größere, längliche Stücke,die von den dünneren Enden, den dünneren Wurzelansätzen beMmim,mehr bitter und gewürzhaft schmecken, und für kräftiger gehalten werdenals die Scheiben. Außen sind diese sowohl als jene mit runzliger, brau-ner oder braungrünlicher, 1 2 Linien dicker, innen hellgelblicher Rindebedeckt. Die beiden Flächen sind ungleich, runzlig, gelb oder gelbgrünlich,strahlenförmig gestreift, und durch schwärzliche, kreisförmige Linien aufdenselben erscheint der holzige, dichtere Theil der Wurzel von der Rind!und von dem den Mittelpunkt einnehmenden, zusammengeschrumpften,weicheren, schleimigen, mehligen Marke geschieden. Dickere Stücke findetman, vielleicht des Trocknens wegen, mit kleinen Löchern durchbohrt. DerGeruch ist schwach, dem Mutterkümmel etwas ähnlich; der Geschmack stark,anhaltend bitter, etwas aromatisch und schleimig. Die Wurzel ist Wdem Wurmfraße unterworfen, und verliert in freier Luft ihre Kraft,Sie muß daher in einem wohl verschlossenen Glase aufbewahrt werden.

Das Pulver ist gelbgrünlich, zieht an der Luft Feuchtigkeit au »istwird unwirksam.

Stoltze cBerl. Jahrb. isro. S. 48 t.) machte auf eins «Meamerikanische Colombowurzel aufmerksam, die ihrer Form nach ganz nistder ächten übereinkommt, nur finden sich mehr der Lange nach zerschnit-tene Stücke als scheibenförmige vor. Aeußerlich ist sie hellbraun, innerlichweißgelblich, gepulvert hellgelb; sie ist innerlich auch nur aus MSchichten zusammengesetzt, die durch keine schwarzen Linien getrennt lind.Ihr Geruch ist zwischen dem des Liebstöckels und der Pimpinelle inne-ftehend, der Geschmack anfangs süßlich, spater bitterlich und etwas nan-seös. Guibourt (Berl. Jahrb. XXVIII. 2. S. ist. und GeigersMagazin. 1826. October. S. 5 o) beschreibt wahrscheinlich dieselbe Wur-zel, die in Frankreich unter dem Namen Ooloml-o von Afrika st hamvorkomme, daß fast keine andere Wurzel zu haben sey,