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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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376 doloplloniuni

,chm, welche von der Ergießnng einer sehr reizenden und einigermaßenzur Fäulniß hinneigenden Galle herrühren, z. B. in der Gallenruhr.

6oloplionium. Geigercharz.

Wird aus dem Harze von kirrus s^Ivavtrls luinn., einem

Baume des nördlichen Europas, bereitet.

Ein festes, zerreibliches, etwas durchscheinendes Harz, von

bernsteingelber oder pomeranzengelber Farbe.

Die Harze kommen vorzüglich im Pflanzenreiche, selten im Thier-reiche oder Mineralreiche vor. Sie kommen entweder schon durch dieNarur von den Pflanzen ausgeschieden und erhärtet vor (und viele vondiesen hießen früher Gummi), oder sie werden durch Verflüchtigung desätherischen Oeles aus natürlichen Balsamen bereitet. Die Harze werden fastbloß in perennirenden Pflanzen, besonders im Holze und der Rinde sehr vie-ler Bäume, aber auch in der Wurzel, in den Blattern und in den Saa-menbehältern angetroffen, aus welchen Theilen sie zum Theil von selbst aus-fliesten, zum Theil durch Weingeist oder Aether ausgezogen werden können,rs Die natürlichen Balsame und die Harze sind als aus dem ätherischenin den Pflanzen vorhandenen Oele unter Zutritt des Sauerstoffs der Lustgebildet anzusehen. Wir sehen diesen Erfolg bei den ätherischen Oelen,welche, nicht völlig von der atmosphärischen Luft abgeschlossen, allmälig ineinen dickflüssigen Zustand übergehen, und die natürlichen Balsame bilden,welche als Gemische von ätherischem Oele und Harz anzusehen sind, undbei fortwährendem Luftzutritte vollständig zu Harzen verhärten. Saussnreerklärt diesen Erfolg dadurch, daß der Sauerstoff der Luft den ätherischenOelen Kohlenstoff und Wasserstoff entziehe, mit dem ersteren Kohlensäure,mit dem zweiten Wasser bildend, welches letztere häufig mit dem erzeugtenHarze in chemische Verbindung trete, so daß im Allgemeinen bei den äthe-rischen Oelen ein größerer Gehalt an Kohlen - und Wasserstoff, bei den Har-zen aber ein größerer Gehalt an Sauerstoff angenommen werden könne.Auch die austrocknenden fetten Oele verändern sich an der Luft auf gleicheArt. Ob die durch Einwirkung der Salpeter - oder Schwefelsäure auf Wein-geist, Aether, flüchtige Oele und Fette hervorgebrachten harzigen Substan-zen zu den eigentlichen Harzen gezählt werden dürfen, scheint zweifelhaft,da die angewandte Saure immer in die harzige Verbindung einzugehenscheint; dschsehen wir, daß die Säuren zum Theil zersetzt, und eines Theilsihres Sauerstoffs beraubt- werden, so daß auch hier der den Säuren ent-zogene Äntheil Sauerstoff die Bildung der Harze zu bedingen scheint, welchenun mit dem noch unzersetzten Theile der Säure eine Verbindung eingehen.

Als allgemeine Eigenschaften der Harze lassen sich folgende angeben.Sie sind bei der gewöhnlichen Temperatur entweder fest, hart und spröde,oder elastisch zähe oder weich, entweder schmierig, oder elastisch klebend,