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a«f einer Seite glatt, auf der andern bauchig, auswendig braun, glän-zend, inwendig weiß. Sie sind geruchlos, haben aber einen schleimigen,milden Geschmack, und enthalten vielen Schleim. Dieser isi in deräußern Schale enthalten, und wird aus den unzerquetschten Saamenvon kaltem Wasser leicht aufgenommen. Ei» Theil Saamen macht 40Th. Wasser bei anhaltendem Schütteln sehr schleimig, wobei weder Zer-stoßen der Saamen, noch Digestionswärme nöthig ist, welches sogarvon baierischen Pharmakopven verboten wird, damit nicht die Blausäureaus den Schalen mit ausgezogen werde. Stockmann (Trommsd. N.I. XIV. 1. S. 240.) erhielt nämlich bei Destillation der Quittenkernemit etwas Wasser ein blausäurehaltiges Destillat.
DerQuittenschleim ist durchsichtig und wird von dem essigsauren Blei-vryde reichlich in hellen weißen Flocken niedergeschlagen; derselbe Erfolg istvon orydulirtem salzsauren Zinn, nur ist der Niederschlag noch reichlicher;salzsauresEisen färbt ihn bläulichgrün (von Gerbestoff, wie Pfafs ver-muthet, oder Blausäure.) Werden die Saamen zerstoßen, so geht etwasEiweißstoff und sein zertheiltes Stärkemehl in den Quittenschleim über.
Die Quittensaamen werden allein zur Bereitung des Quittenschlei-mes benutzt, welcher als linderndes Mittel, besonders in Augenentzün-dungen, oft mit dem Bleizucker, von dem er jedoch niedergeschlagenwird, vereint, empfohlen wird.
Aus den Früchten, die roh ungenießbar sind, werden wohlschme-ckende Gelees n. s. w. bereitet.
*6ynoAlos8um. Die Wurzel. Hundszungenwurzel.
L^nvKlosZum oüioinalk iHn. Eine zweijährige PflanzeDeutschlands.
Eine walzenförmige, wenig ästige, verlängerte, gegen dieBasis dicke, der Länge nach runzlige, außen rothlichbraune, in-nen gelblichweiße Wurzel, gemeiniglich in Längsschnitten in Apo-theken vorkommend, von schleimigem Geschmacke.
6)-nogiorrum olkiLi'nale I.inn. Gemeine Hundszunge.
Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. I. Taf. 26.sexual. LI. V. vrä. ir kentsnäria lVlonogz-ni-i.
Orä. nstursl, LoraZiness gurr.
Diese Pflanze wächst fast in ganz Europa an trocknen und sandigenOrten.
Aus der senkrechten Wurzel erhebt sich ein krautartiger, aufrechter,haariger, stark verzweigter, nach oben zu rispiger Stengel, welcher unge-fähr 2 Fuß hoch und der Länge nach gestreift ist. Die Stengelblätter auf-sitzend, abwechselnd, ei-lancettförmig, ganzrandig, weich und zottig, be-sonders auf der Unterfläche; die viel großer» und breiter» Wurzelblätter