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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Das Eisen ward den Alten später bekannt, als Gold, Silber undKupfer. Zur Zeit des trojanischen Krieges war es sehr selten; zwarkannten es die Aegvptier, Phönizier und die Hebräer v« und zu MosesZeiten, doch war Hin Gebrauch sehr eingeschränkt. Je mehr aber diesesso merkwürdige und nützliche Metall benutzt wurde, je mehr äußerte es !auf die Menschen seine wohlthätigen Wirkungen, so daß die vervielfachteAnwendung desselben beinahe eine Bedingung für die gesteigerte mensch: !liche Cultur gewesen ist, und mit dieser gleichen Schritt gehalten hat.

Das Eisen ist in der ganzen Natur verbreitet, in Fossilien, in !Thieren und in Gewächsen, und es giebt sehr wenige Steinarten, die nichtmehr oder weniger davon enthielten. Es wird selten im gediegenen In- !stände gefunden, und das meiste gediegene Eisen, welches vorkommt, istdasjenige, welches sich in den aus der Luft gefallenen sogenannten Me-teorsteinen befindet, von denen die von Pallas im Jahr 1772 in Si-birien gefundene Masse isoo Pfund wiegt, die in Südamerika am Pa-ranastrom aufgefundene aber für z»,ooo Pfund schwer gehalten wird.

Am gewöhnlichsten findet man es vrydirt, oder mit Kohle verbunden,wie im Graphit, oder am häufigsten durch Schwefel vererzt. DiejenigenMineralien, welche das Eisen in solcher Menge und in einer solchen Formenthalten, daß es daraus mit Vortheil ausgeschmolzen und gereinigt wer-den kann, werden Eisenerze genannt. Diese sind von vielen und verschiede-nen Gattungen, und das aus ihnen erhaltene Eisen variirt sehr an Gute,je nachdem diese Erze mehr oder weniger frei sind von andern Metallen,von Schwefel und von Phosphor. Die besten Eisenerze kommen im Urge-birge vor, wo sie gewöhnlich sehr mächtige Lager bilden. Das aus denErzen der jüngern Formationen erhaltene Eisen ist immer von geringererGüte. Da Eisenerze aus der Urformation Schweden, Norwegen und Ruß-land angehören, und Erze von jüngern Formationen in andern europäischenLändern am häufigsten vorkommen, so hat dieses dem in den nördlichenTheilen von Europa erzeugten Eisen einen bedeutenden Vorzug gegeben.

Das Eisen wird aus seinen Erzen folgendermaßen erhalten. Die Erzewerden geröstet, und dann mehrere dieser Erze mit einander gemengt,weil ein solches Gemenge leichtflüssiger wird , und ein besseres Eisen giebt.

Zur Gattirung der Erze setzt man Kalkstein, theils in der Absicht, einFlußmittel zu erhalten, d. i., um die fremden Mineralstoffe, welche sichim Eisenerze befinden, und die Vereinigung des reducirten Eisens hindernwürden, zu verglasen, theils um verschiedene fremde Stoffe abzuscheiden,die dem ausgescbmolzenen Eisen Unarten geben würden. Ein solches Ge-menge wird mit dem Kunstworte der Hüttenlente Beschickung genannt.

Sie wird in einem Hohofen schichtweise mit Kohlen eingelegt. Dieser istein großer Schmelzofen, welcher in seiner innern Form die Figur zweiergleich großer übereinander gestürzter Tiegel, wovon der obere keinenBoden hat, darstellt. Der Ofen hat unten einen Raum, in welchem dasgeschmolzene Metall sich sammelt. Im Boden dieses Herdes ist von der