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gehenden Adern sitzen, und von einer nierenförmigcn, in dem Ausschnitteangehefteten Hüllschuppe (Inäurium) bedeckt.
Die Blüthezeit ist Juni bis September.
Das Wachsthum der Pflanze geschieht auf folgende Weise: Der Wur-zelstock wächst nur an der Spitze vorwärts, und macht einen oder andernNebenast. s bis höchstens 6 Stück Laub entfalten sich in der Spitze zwei-mal im Jahre; sobald diese im folgenden Frühlinge vertrocknen, bleibt aasdem Wurzelstocke nur der untere etwas verdickte Theil des Strunkes stehe n,und bekleidet den ganzen Wurzelstock. Dieser verdickte Theil des Strunkesenthält eine markige Substanz, die der eigentlich wirksame Bestandtheil ist.Diese Ucberbleibsel des Strunkes haben aber nur in dem jährigen und vor-jährigen Zustande den Geschmack und die Wirksamkeit, die übrigen älternsind kraftlos und schmecken nur etwas zusammenziehend.
Die Wurzel ist länglich, gegen 6 Fuß lang, bis z Zoll dick und be-steht aus vielen länglich-eirunden Knoten oder Dornen, die mit rostfarbi-gen Schuppen bedeckt sind. Nach unten hin treibt sie viele schwarzbrauueFasern, und hat fast das Ansetzn eines geflochtenen Zopfes. Im frischenZustande hat sie auswendig eine grünlich-schwarzbraune, und inwendig einegrünlich - oder gelblichweiße Farbe, und markige Beschaffenheit; getrocknetaber ist sie außen dunkelbraun, etwas ins Röthliche spielend, und innenbleich bräunlichgelb. Der Geruch der frischen Wurzel ist schwach, etwaserdig und widrig, der Geschmack ekelhaft, anfangs süßlich und schleimig,dann aber bitterlich herbe und einigermaßen zusammenziehend. Die Wurzelsoll nach Einigen im Spätherbste gesammelt unwirksam seyn, und daherin den Sommermonaten, am besten im August, gesammelt, schnell getrock-net, und an einem trocknen Orte aufbewahrt werden. Sie muß auf demBruche ein pistcrziengrünes Ansehen und einen virösen Geruch haben. Zweibis drei Jahre reichen hin, das wurmtreibende Princip derselben zu zerstö-ren, schon wenige Monate nach dem Trocknen ist das Verhältniß desselbenin der Wurzel nicht mehr dasselbe. Das Pulver, aus den abgeschältenWurzeln bereitet, ist grünlichgelb, und darf nicht in zu großer Menge vor-räthig gehalten werden, weil es noch schneller, als die ganze Wurzel, anWirksamkeit verliert.
Die Wurzel von üspiälum kilix lemlnn unterscheidet sich dadurch,daß sie kurz und perpendiculär in die Erde steigt, und durch die schwarzenSchuppen ohne derben fleischigen Inhalt. Bei ^piäium spinulorum istder Wurzelstock schwächer, die Ueberbleibsel der Strünke sind weniger ver-dickt, und enthalten nur sehr wenig markige Substanz von schwachem Ge-schmacke. Die Wurzel der ?ter>5 aquilins ist dünner und langer, kriechend,ästig, auswendig von schwarzer Farbe, inwendig weiß gesprenkelt. (Ver-gleiche über die Verwechselungen: Schrader im Berl. Jahrb. 1865, undWilldenow in demselben 1807.)
Die Farrnkrantwnrzel ist schon von den Alten angewandt worden.Bei Theophrast und Dioskorides heißt die Pflanze H,e§,g; bei