k'l'unientum
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im frisch geglühten und im »„geglühten Zustande, Holzkohle, Schwefelsäure,Kalk, Chlorkalk, Aetzkali u. s. m. Nach Schütz soll man dem zu entfu-selnden Branntwein Milch, Salz und etwas Sägespähne von Eichen holzzusetzen, wodurch der Fuselgeruch und Geschmack fast gänzlich zum Verschwin-den gebracht wird. Heusma ns hat durch Versuchedargethan, daß dasFuselöl durch öftere Rectification und jedesmalige Verdünnung des Destil-lats vor der neuen Rectification vollständig abgeschieden werden könne. Umjedoch dieses beschwerliche Rectificiren zu vermeiden, versuchte Hensmansviele andere Zusätze, und er fand das ätzende Natron am geeignetsten, iioel-ches zugleich den Vortheil gewährt, den Weingeist von dem stinkenden Oeleund von der Essigsäure zu befreien, so daß dieses Verfahreu dem der Rei-nigung durch Wasser vorzuziehen ist, weil es weniger kostspielig, schnellerzum Ziele führt und bei Alkohol von jedem Grade anwendbar ist. Aus zPmten (i Pinke--- z Quart) gewöhnlichen Kornbranntwein nimmt man2 Drachmen trocknes kohlensaures Natron, die man iniz Pinten Wasserauflöst, und durch etwas mehr als sein doppeltes Gewicht gebrannten Kalkätzend macht; man gießt die Flüssigkeit ab, vermischt sie mit dem Branntwein,und fängt nach 24 Stunden, in welcher Zeit man die Mischung oft um-schüttest, die Destillation an. Das allgemein als höchst zweckmäßig bc o steVerfahren besteht darin, daß man dem Branntwein vor der Rectiftcaao»ganz frisch ausgeglühte Kohlen zusetzt, und bei gelindem Feuer den Wein-geist abzieht, wobei man sich jedoch vor der Unvorsichtigkeit hüten muß, dieKohlen dem Branntwein zuzuschütten, wenn sie vielleicht noch glühendeFünkchen enthalten, wodurch der Branntwein entzündet werden würde, wel-ches Brennen nur durch Zudecken mit Tüchern, um den Zutritt der atmo-sphärischen Luft abzuschneiden, gelöscht werden kann.
Das Fuselöl ist in der Kälte im Branntwein weniger auflöslich als inder Warme, es setzt sich daher während der Kalte m den Gefäßen ab, worinmau denselben aufbewahrt; bei der Wärme wird es jedoch wieder aufgelöst.Wenn man daher die Branntweine vor der Rückkehr der warmen Jahres-zeit von den im Winter gebildeten Bodensätzen abgießt, so findet man, daßsie sich im Gerüche und Geschmacke sehr verbessert haben.
Auch Brandes stellte mehrere Versuche an über das beste Mittel,um einem Branntwein, welcher aus einem durch die Aufbewahrung dumpfiggewordenen und mulstrig riechenden Getreide bereitet worden war, den sehrunangenehmen Geruch und Geschmack zu benehmen. Er wandte alle vorhingenannten Mittel hierzu an, doch war es die Holzkohle, welche sich nochvorzüglicher als die thierische Kohle bewies, und die besten Dienste leistete.Chlorkalk wirkte hier sehr wenig. Büchner merkt hier mit Grund an,daß ein schimmlig gewordenes Getreide auf die einfachste und sicherste Weisedadurch wieder verbessert werden könne, daß mau es auf einer schwach ge-heizten Malzdarre ausbreitet und öfters umrührt. Dadurch verschwindetdann aller üble Geruch nicht nur sehr bald, sondern es tritt dagegen sogar«n angenehmer Malzgeruch ein, und das Getreide ist dann zur Essig - und