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Gebräuchlicher sind die Senkwagen, welche den Alkoholgehalt gleichnach Procenten anzeigen / und gewöhnlich findet sich aufguten Senkwagender Procentsatz nach R ich ter und nach Tralles neben einander angege-ben. Stets muß aber der Tempcraturgrad, bei welchem die Scala gefer-tigt worden, und der gewöhnlich 12,5" R. ist, beobachtet werden, da be-kanntlich die Körper durch die Wärme ausgedehnt, durch die Kälte aberzusammengezogen werden, mithin auch die weingeisthaltende Flüssigkeit inder Wärme specifisch leichter werden, und einen großem Gehalt an Alkoholanzeigen wird, als sie wirklich hat, bei der Kälte aber das Entgegengesetzteerfolgen muß. In solchen Fällen muß daher die Flüssigkeit entweder aufden gehörigen Temperaturgrad gebracht, oder das gefundene Resultat hier-nach berechnet werden.
Die gewöhnlichen Branntweinproben geben nicht hinlänglich genaue Re-sultate, und sind daher nicht zum Gebrauche für die Pharmaceuten geeignet.
Der Kornbranntwein als solcher findet in der Medicin, zuweilen zuäußerlichen Mitteln, nur selten Anwendung , desto unentbehrlicher ist eraber dem Pharmaceuten, um daraus Weingeist von verschiedener Stärke zubereiten, wovon gehörigen Orts die Rede seyn wird,
?umaria. Das Kraut. Erdrauchkraut.
?umaris ossicinalis tiiinn. Eine einjährige zwischen Garten-kräutern und Saaten häufige Pflanze. ,
Das blühende salzigbittere Kraut, mit graugrünen zusammenge-setzten Blättern, die.letzten Einschnitte oval, mit rothen Blumen.Im Mai und Juni einzusammeln.
kchmsri's vkkici'nslir Din». Gemeiner. Erdrauch.
Abbild. Düsield. Samml. offic. Pflnz.-Lief. lll. Taf. 1Z.
Hayne Arzu. Gew. Bd, V. Taf. 4.rexusl. Ll. XVIl. Orä. 2 . Oiaäelpkis Uexsnäri«.
Orä. nalural. Ichmsriaoeae,
Diese durch ganz Deutschland, überhaupt durch ganz Europa häu-fige Pflanze findet sich auf Aeckern unter dem Getreide und auf Brach-ackern. Ihr Standort zeigt fetten Boden an.
Die weißen, zasengen, länglichen Wurzeln treiben ausrechte, auch nie-derliegende, dünne, zarte, weitschweifige glatte Stengel, die eckig, saftig,sehr ästig, graulichgrün, und 8 — in Zoll, auch drüber, hoch sind. Dievielfach zusammengesetzten Blätter sind glatt, abwechselnd, dünngestielt, saf-tig und weich; die kleinen Blärtchen sind eingeschnitten und von matt bläu-lichgrüner Farbe. Die Blüthen bilden an den Seiten und an der Spitzeder Stengel aufrechte, lange lockere Trauben; sie sind kurzgestielt, und vonpurpnrröthlicher, auch weißer Farbe. Der Kelch besteht aus 2 Blättchen;die Krone ist länglich, röhrig und unregelmäßig. Sie hat 4 ungleiche Vlu-Dulk 'js prenß. Pyarmak. I. '54