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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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483
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scheuen Wurzel von aromatischem Gerüche und Geschmacke erheben sich krant-artige, runde, glatte, 4 — 6 Fuß hohe Stengel, welche an ihrer unternHälfte mit Blattscheiden bekleidet sind, die erst nach oben zu am Stengelbreit lancettförmige, glatte, kurzzugespitzte, 12 bis 24 Zoll lange, 4—6 Zollbreite Blätter tragen. Die grünliciuveißen Blättchen stehen in einer auf-rechten Rispe; jeder Blüthenstiel am Grunde mit einem Deckblättchen. DieBlumen bestehen aus einem glatten, walzenförmigen Kelch und einer Blu-menkrvne, deren Saum in der äußern Reihe z zurückgebogene linealischegrünliche Lappen, in der innern aber einen aufsteigenden, an der Spitzebreitern, concaven, gefranzten, weiß und roth gefleckten Lappen (ttskellum)mit 2 kleinen rothen fleischigen Fortsätzen an seinem Grunde zeigt. DerStaubfaden tragt an der Spitze eine zweifächrige tiefzweilappige Anthere;der fadenförmige Griffel liegt mit der trichterförmig gewimperten Narbewährend der Blüthezeit zwischen den Antherenfächern. Die Frucht ist eineovale, orangerothe, dreifächrige, beerenartige Kapsel.

N 0 rburgh giebt an, daß auch die Wurzeln von ^Ipinia nuksnr kor-«°e bisweilen als Galgantwurzel versendet würden. Ehemals leitete mandie Galgantwurzel von ttaempkeria Lalsnga dünn. her; allein nach Banksist die Wurzel dieser Pflanze den londoner Droguisten völlig unbekannt.

Es giebt im Handel zwei Sorten Galgant, den großen und den klei-nen. Man nimmt an, daß der erstere von der hier genannten Pflanze, derletztere von einer Spielart derselben abstamme. Bei der großen Aehnlichkeitbeider Sorten ließe sich übrigens auch annehmen, daß der kleine Galgantvon jüngern Pflanzen derselben Art gesammelt werde.

Den kleinen Galgant erhalten wir in walzenförmigen, etwas gebogenenund öfters zweigabligen ästigen Stücken von 2 — Z Zoll Länge und 3 —6Linien Durchmesser. Die Farbe ist ein röthliches Braun, die durch ring-förmige Absätze von blässerer Farbe unterbrochen wird; inwendig ist dieWurzel gelbbraun-röthlich, etwas faserig, auf dem Schnitte dicht und einwenig glänzend. Ihr Geruch ist, wenn sie gerieben wird, gewürzhast, demCardamom ähnlich, ihr Geschmack brennend scharf aromatisch.

Der große Galgant ist weniger gewürzhast, und unterscheidet sich durchdie im Verhältniß kürzeren und oft einen Zoll dicken Stücke.

Zuweilen findet sich unter der Galanga eine ihr sehr ähnliche, aberetwas Heller gefärbte und leichtere Wurzel, die fast ganz ohne aromatischenGeruch und Geschmack ist, und dies ist die Wurzel der erwähnten -Upii»'«i>utsn 5 , welche mit der OsIsnZ» gleiches Vaterland hat.

Der wäßrige Aufguß des Galqants ist klar, röthlichgelb, die Tinkturschön goldgelb.

Bucholz cTrommsd. I. XXV. 2. S. 3 .) erhielt durchDestillation einätherisches, ziemlich dünnflüssiges Oel, welches gelblichweiß und specifischleichter als Wasser war, beinahe gar nicht galgantartig, sondern im Mit-tel cardamom - und campherartig oder caiexutähnlich roch. Der Geschmackwar geftnd erwärmend, nach Campher gewürzhast, am nächsten dem Car-

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