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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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493
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OsIIse

aus 6 !l -l- 6 6 -l- 4 o überein, welche nach der Rechnung giebt: Wasser-stoff s,5i; Kohlenstoff 51,85; Sauerstoff 44,84.

K) Gerbestoff, welcher die Eisenorydsalze grün färbt.

Fast das ganze Geschlecht LineKon» enthält einen eigenen Gcrbestoff,welchem die Infusion der Chinarinde die Eigenschaft verdankt, Leim undBrechweinstein zu fällen, und die Eisenorydsalze grün zu färben. Man er-hält denselben rein, wenn man eine saure Chinainfusion mit Talkerdehydratim Ueberschuß kocht, wodurch der Gerbestoff und die Basen niederfallen.Den ausgewaschenen Niederschlag lost mau in Essigsäure auf, schlägt mitBleielsig nieder und zersetzt den Niederschlag wie oben mit Schwefelwaffer-stoffgas. Aehnlich ist der Gerbestoff im Lmecliu, iiino, Tormentill», llvavrsi, in den Tannen und Fichten u. s. w. Im klebrigen weicht das che-mische Verhalten nicht wesentlich ab.

Beide Arten des Gerbestoffs scheinen nie zugleich in einem Gewächsevorzukommen, auch scheint der eisengrünende nie die Gallussäure zu beglei-ten, auch nicht in dieselbe übergehen zu können. Walte (Buchn. Rexert.'XXVlI. S. 258.) will bemerkt haben, daß der eisengrünende Gerbestoff,wenn er mit Eisen in Berührung gebracht, oder mit eisernen Nageln laugegesotten wird, in eisenbläuenden umgeändert werde.

Dem Gerbestoffe verdankt die Galläpfeliufusion größtentheils ihre §i-s genschaften. Dieselbe hat eine braungelbe Farbe, die im reflectirten Lichteetwas in Bläulichgrün spielt; sie hat einen äußerst herben, zusammenziehen-den, hintennach süßlichen Geschmackund einen eigenthümlichen Geruch. Dieletzten Aufgüsse der Galläpfel, wenn diese wiederholt ausgelaugt werden,sind nach Deyeur grün, ihre Farbe wird durch Sande gerathet, durchKalkwasser und Laugensalze erhöht. Concentrirte Schwefelsäure schlägt ineinem concentrirten Galläpfelausguffe zuerst eine anfangs weiße und flockigeMasse nieder, die nach einer Stunde zu einer gelben oder bräunlichen, harz-ähnlicheu Substanz zusammenbackt. In kaltem Wasser geknetet wird sieanfangs oberflächlich unklar, und löst sich sehr unbedeutend in Wasser auf,das dadurch einen rein zusammenziehenden Geschmackund eine gelbe Farbebekommt. Nach öfter wiederholter Behandlung mit kaltem Wasser bleibtzuletzt eine hellgraue, pulverige Materie zurück. In kochend heißem Wasserlöst sie sich mit dunkelbrauner Farbe auf, und beim Erkalten trübt sich dieFlüssigkeit, indem sich eine braune, pulverige Substanz absetzt, währendeine weniger dunkel gefärbte Auflösung von schwefelsaurem Gerbestoff zu-rückbleibt. Von Alkohol wird sie leicht mit duukelgelber Farbe aufgelöst,wobei ein geringer puloerförmiger Rückstand bleibt. Jene harzähnlicheSubstanz ist demnach eine Verbindung des Gerbestoffs mit Schwefelsaure,die aber auch den Absatz des Gerbestoffs enthält. Zeigt der durch Schwe-felsaure bewirkte Niederschlag nicht mehr die Eigenschaft, nach einstündigemStehen zusammenzubacken, gießt man dann die Flüssigkeit von dem ersterenNiederschlage ab, und fällt von neuem mit coucentrirter Schwefelsäure,st erhält man einen weißen oder wenig gelblichen Niederschlag, der, von