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jedoch den untern Sack nicht berührt, ruhet. Diese Säcke taucht man tSq-lich einmal, ohne sie zu öffnen, in reines kaltes Wasser, denn die Blutegelwollen überhaupt nicht auf lange Zeit in oder unter Wasser seyn, weshalbman auch bei ihrer Aufbewahrung ihnen Gelegenheit lassen muß, sich au-ßerhalb des Wassers aufzuhalten.
Im Münsterschen Regierungsbezirke hat man in Betreff der Aufbewah-rung der Blutegel widersprechende Beobachtungen gemacht (Rust's Magazin.XXIl. S. 534.), bis man endlich die Erfahrung erlangt hat, daß solchemgroßen, flachen, hölzernen, an,der Innenseite i —2 Linien tief verkohltenGefäßen im Freien und an einem kühlen Orte am vorkheilhaftesten geschieht.Der Boden dieser Gefäße wird einige Zoll hoch mit nicht kalkhaltigemThone bedeckt, dieser hiernächst festgestampft, und der Nest davon mit ei-nem dazu geeigneten, weder salzigen noch kalkhaltigen Wasser, worein mitDortheil einige Wasserpflanzen, alü l.emna,lVI^rioph)-IIum, auch Torfundinsbesondere Holzkohlen geschüttet werden können, angefüllt.
Was die Vermehrung der Blutegel betrifft, so sind hierbei Anordnun-gen erfoderlich, die der Natur der Thiere und ihrem Stande der Freiheitsoviel als möglich entsprechen. LeNoble hat gefunden, daß der Blutegelin dem Boden während des Sommers eine platte konische Höhle bildet, mder man nach einiger Zeit einen ovalen Cocon findet, in dem 9 - >4 jungeBlutegel enthalten sind, die nach einigen Tagen ihre Hülle durchbohrenund kräftig herumschwimmen. Diese Eigenthümlichkeit des Blutegels, imSchlamme Gehäuse zu bauen, in denen er seine Jungen absetzt, lehrt uns,wie Teiche und Behälter anzulegen find; denn in Gläser gesetzt bilden siejene Gehäuse nicht. Bei den künstlich anzulegenden Teichen hat man daherauf den Grund zu sehen. Dieser muß nämlich nicht aus Kies oder Kalk,sondern aus einer weichen Erdart, als Lehm, Thon oder Moor gebildetseyn; am besten ist der Moor aus dem Teiche oder Sumpfe, aus dem dieBlutegel genommen worden. Dieser nöthigenfalls künstlich anzulegendeGnmdmuß wenigstens 8 -- is Zoll tief seyn, damit sie bei eintretender Kälte sichdarin eingraben und ihr Gehäuse darin zubereiten können. Ist ein natür-licher Teich, der zu einem solchen Behälter sich eignete, zu groß, so kannein Theil dazu eingedämmt werden, entweder durch einen Erddamm, oderauch durch dichte zusammengefügte Bretter, die aber nicht von hartem Hol-ze, als Eichen, auch nicht neu seyn müssen, weil das Wasser sie auslaugt,und dadurch die Egel absterben. Bei künstlichen Gruben muß der Randderselben mit einem Walle umgeben seyn, um das Eindringen des Negen-wassers von den benachbarten Ländereien zu verhüten. Außerhalb des Wal-les in der Mitte seiner Lange muß auf jeder Seite ein Stander von Kreuz-holz eingegraben werden, der 46 —18 Zoll über demselben hervorragt; beideStänder werden durch ein Stück Halbbolz mir einander verbunden, das mit-hin über die Mitte der Grube fortläuft. An diesem werden 4 Thüren be-festigt, von denen immer 2 nach jedem Rande des Walles hinlaufen, dieVier in einen angebrachten Falz einschlagen. Der Raum zwischen den bei-