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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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557
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Il^osezamus 55/

kotische Princip des Bilsenkrautes enthielt, und auf die Pupille mitgroßer Intensität wirkte. Aetzlauge schied aus der wäßrigen Lösung ei-nen gallertartigen weißen Bodensatz unter geringer Entwickelung vonAmmoniak aus; Ammoniak verhielt sich ähnlich. (Galläpfeltinctnr, dieim Allgemeinen auf alle Pflanzenalkalotde reagirt, wurde nicht angewen-det.) Brandes konnte dieses Alkaloid für sich nicht darstellen, dieAuflösung wurde durch basisches essigsaures Bleioryd gefallt, und nachAusscheidung des überschüssig zugesetzten Bleies aus der rückständigenessigsauren Auflösung durch Phosphors. Natron die Kalkerde ausgeschie-den, worauf Ammoniak und Aetzlauge noch schleimige Niederschlüge her-vorbrachten, welche das Alkaloid darstellten, das mit Säuren eigenthüm-liche Salze bildete. Doch sind diese nicht näher beschrieben, und dasAlkaloid, Hyoscyamin, noch als problematisch zu betrachten. Die ausdem Blezniederschlage getrennte Säure verhielt sich wie Aepfelsäure.

Der Saamenrückstand wurde hierauf mit Wasser ausgezogen, dannnoch mit Alkohol ausgekocht, endlich auch Salzsäure und Kalilauge zurgänzlichen Erschöpfung angewandt.

Nach Brandes enthalte» 100» Th. Saamen: fettes in Alkoholleicht lösliches Oel 196,0; fettes in Alkohol schwer lösliches Öel 460;besondere stearin- oder vielmehr fettwachsartige Substanz 9,5; Wachs1t,»; Halbharz 50,0; thierisch-vegetabilische Materie (Phyteumacolla)54,0; Eiweiß 8,0; verhärtetes Eiweiß 57,5; äpfelsaures Hyoscyaminmit Antheilen von äpfels. Kalk, Talkerde, Kali- und Ammvniaksalz65,»; schwefelst, äpfels. und salzst Kali 4,0; äpfels. Kalk 4,0; äpfels.Lalkerde 2,0; Phosphors. Kalk und Talk 24,0; Gummi 12,0; Traganth-stoff 24,0; Stärkemehl 15,0; Schleimzucker eine Spur; Faser 2S»,o;Wasser 240,0. 8. — 1025. Die Asche enthielt: kohlenst, Phosphors.,salzst und schwefelst Kali; viel Phosphors. Kalk und Kieselerde, schwefelstKalk, Eisenorvd, Manganoryd, Kupferoryd eine geringe Spur.

Auch Pe schier (Trommsd. N. I. V. 1. S. 92.) will gleichzei-tig mit Brau des ein Alkaloid aus den Blättern des Bilsenkrautesdargestellt haben, indem er die Abkochung mit Ammoniak und Talk-erde behandelte; ferner erhielt er eine eigenthümliche Säure, und einaromatisches nach Kanthariden riechendes Princip.

Runge schied auf die bei Lollackonna angegebene Weise die narko-tische Base des Bilsenkrautes aus.

Li nd berg so n (Scherer's Allgem. nordische Annalen VIII. S. 60.;>md Berzelius Jahresbericht isterIahrg. S §7.) konnte das von Bran-d e s beschriebene, vermittelst ätzenden Talks und Alkohols erhaltene Hyos-wamin im Bilsenkrautertracte nicht vorfinden, und er zweifelt, daß dernarkotische Bestandtheil des Bilsenkrauts auch ein alkalischer, im Wasserunauflöslicher Stoff sey. Der aus dem Bilsenkrautertracte durch Aeham-moniak erhaltene sparsame Niederschlag bestand bloß aus Phosphors. Ammo-uiaktalk. Dagegen stellte Lin dbergs 0 n nach der Methode von Runge