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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Äsungen von salpetersaurem Silheroryd und salpetersaurem Quecksilber-orpdul. Mit Kali bildet die Jodlösung eine gelbe seiftnartige Masse.

Das Jod verbindet sich mit dem Sauerstoffe und bildet die Jodsäure;jedoch kann diese Verbindung nicht auf direktem Wege bewirkt werden. NachMitscherlich (Poggend. Ann. Xl. S. 162 .) giebt es wahrscheinlich aucheine Orydationsstufe des Jods. welche der unterschwefligen Saure ähnlichist, und eben so, wie diese, nicht isolirt dargestellt werden kann, sondernbei der Ausscheidung aus den Salzen in Jod und Jodsäure zerfällt. Mitdem Wasserstoffe bildet es die Hydriodsäure, Jodwafferstoffsaure, welche aufverschiedene Weise, am bequemsten aber dadurch bereitet wird, daß mandurch Wasser, in welchem feingepulvertes Jod vertheilt ist, einen Stromvon Schwefelwasserstoffgas leitet; das Jod bemächtigt sich des Wasserstoff-gases, wird dadurch zu Jodwafferstoffsaure, die man durch Filtriren vondem aus dem zersetzten Schwefelwasserstoffgase präcipirirten Schwefel, unddurch Erhitzen von unzersetzt gebliebenem Schwefelwasserstoffgase befreiet.

Auch mit den andern elementaren Stoffen geht das Jod, ähnlichdem Chlor, Verbindungen-ein, so mit dem Phosphor, welche Verbin-dung mit Heftigkeit erfolgt. Diese Verbindungen des Jods mit andernStoffen, als Gegenstände der Heilkunst, wie mit Schwefel, Quecksilber,finden sich beschrieben von Henry im Berl.-Jalnb. XXIX. 2. 1827 .S. 188 . Wenn man in einem Probirgläschen 10 oder 20 Gran Jodmit eben so viel wasserfreiem Weingeiste übergießt, und dann 5 —10Grau Phosphor hineinwirft, so erfolgt plötzlich cin,e große Temperatur-erhöhung. Die Masse wirft dann schäumend weiße Dämpfe von hydrivd-saurem Weinqeiste, violette Joddampfe und Phosphorwasserstoffgas aus,welches sich zwischen beiden Dampfschichten flammend entzündet. Dieganze Erscheinung gewährt einen schönen Anblick. Die rückständige Flüs-sigkeit besteht aus phosphoriger Säure und hydriodsaurem Weingeiste,welche durch Wärme von einander getrennt werden können.

Auch mit Metallen geht das Jod Verbindungen ein.

Au verschiedenen organischen Mgterien hat das Jod große Verwandt-schaft , es verbindet sich mit ihnen, ohne sich zu zersetzen, z. B. Aucker,Gummi, Stärkemehl. Jod färbt die Haut braun, was indeß bald wiederverschwindet; auch Papier, Leinen und Holz färbt es braun, aber dann istdie Färbung beständig, und Papier und Leinen werden davon spröde. Un-ter diesen Verbindungen ist die des Jods mit Stärkeniehl so charakteristisch,daß wir uns derselben zur Entdeckung des Jods bedienen, wenn dasselbe inst kleinen Mengen vorhanden ist, daß es auf andere Weise nicht entdeck'werden kann. Vermischt man Stärkemehl mit einer Flüssigkeit, welche fre>,Jod enthält, so verbindet sich das Stärkemehl damit, und wird röthlichoder blau gefärbt, je nachdem weniger oder mehr Jod vorbanden ist. Diemeisten Körper aber, welche allein oder bei dem Autritte des Wassers Was-serstoff entwickeln, verwandeln das Jod in farblose Jodwasserstoffsäure, undzerstören die blaue Farbe des Jodstarkemehles; gewöhnlich kommt auch