sammen stehend, immergrün. Die Blüthen Lhäusig, in einzelnen achsel-ständigen Kätzchen. Die sogenannte Beere (eine Zapfenbeere, Saltzu!,,?)bildet sich dadurch, daß die Schuppen des weiblichen Zapfens, von denennur die oberen Ovarien enthalten, fleischig werden, und zu einer beereuar-tigen, 2—; saamigen, erbsengroßen, schwarzbläulichen Frucht verwachsen.
Die Blüthezeit ist April und Mai; die Früchte reifen im Herbste desfolgenden Jahres. Die glänzenden Beeren, Kaddigbeereu, enthalten im fri-schen Zustande inwendig ein gelblichröthliches Fleisch, das in den ge-trockneten Beeren eine leichte schwammige Masse von gelblicher Farbebildet, und drei steinharte Saamenköruer enthält. Sie haben einenharzigen, süßlich-bittern Geschmack und starken balsamischen Geruch, dersich auch beim Verbrennen derselben auf Kohlen verbreitet, daher sienicht nur als Räucherungsmittel gegen Krankheiten der Haut, sondernauch zum Wohlgeruche benutzt werden.
Verwerflich sind die blaffen, beim Trocknen stark zusammenge-schrumpften Beeren, die nicht ihre gehörige Reife erlangt haben. Auchsind die Beeren leicht dem Schimmeln unterworfen.
Das vorzüglich Wirksame der Beeren liegt in ihrem ätherischenOele, welches durch Destillation mit Wasser aus ihnen gewonnen wer-den kann. Die Ausbeute wird verschieden angegeben; nach Einigensollen 10 Pfund 1 — 2 Loth geben; Hagen erhielt aus 40 Pfunden nurrz Loth Oel. Lremlich erhielt aus ioo Pfund Beeren 100 Quent-chen Oel. Dieses Oel ist in eigenen Bläschen, zehn an der Zahl, dieunmittelbar auf dem Kerne liegen, enthalten; bei älteren Beeren, wodas Oel verharzt ist, sind diese Bläschen leicht zu erkennen.
Werden die ganzen Beeren mit heißem Wasser übergössen, so ist derAufguß durchsichtig, blaßroth, von süßlichem, balsamischem, etwas bitter-lichem Geschmacke., Der Aufguß der gequetschten Beeren ist trübe, schmutzig-gelb, und schmeckt noch süßer und aromatischer als der erste. An wäßrigemErtracte erhält man aus einer Unze drei Quentchen. Die geistige Tinctuchat eine Goldfarbe, den eigenthümlichen Wachholdergeruch, und einen scharfbitterlichen, aromatischen Geschmack. Nach dem Abrauchen hinterläßt sieeine zweifache Substanz, nämlich eine gelbe, halbflüssige, süße, ölige, undeine zähe, brauugrünliche, harzige, an den Zähnen und dem Gaumen starkanhängende, von einem harzigen, nur wenig aromatischen Geschmacke.
Nach einer sehr genauen Untersuchung vonTrommsdor ff(Taschenb.1822. S. 4Z.) enthalten 1000 Th. Wachbolderbeeren: Wasser 12s; äthe-risches Oel io; Wachs ao; Harz ioo; Zucker, verbunden mitessigsauremund äpfels. Kalke, zz8; Schleim oder Gummi mit Pflanzensalzen verbun-den ?u; Holzfaser zz». 8 .---ioz 7. Der Ueberschuß »,o;7 rührte vonzurückgehaltener Feuchtigkeit bei den einzelnen Substanzen her.
Das Wachholderöl war völlig wasserhell, von dem durchdringenden Ge-rüche der Beeren, von scharfem, gewürzhaftem etwas harzigem Geschmackeund von o,85L spee. Schwere. Das Wachholderwachs wurde erhalten Lurch