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Bonastre (Buchn. Repert. XVIl. S. 190.) macerirte die vonihrer Schale befreiten und gepulverten Lorbeeren mit absolutem Alkohol48 Stunden lang. Die durch Abdunsten concentrirte Flüssigkeit wurdein einem gläsernen Cylinder einer Temperatur von 12 — 15° R> aus-gesetzt , und hatte sich nach 24 Stunden in zwei Theile getheilt, wovonder obere aus einem grünlichen Oele, der untere aber aus einer weniggeistigen, etwas trüben Flüssigkeit bestand. In beiden Flüssigkeiten hat-ten sich lange liadelförmige Krystalle gebildet, welche gesammelt und durchnochmaliges Abrauchen der Flüssigkeit noch vermehrt wurden. Zoo Gram-men Lorbeeren hatten durch kaltes Maceriren mit Alkohol 80 Grammenan auflöslichen Bestandtheilen verloren, welche in fettem Oele, Harzeund krystallinischer Substanz bestanden. Die alkoholische Flüssigkeit hatteaußerdem die Eigenschaft, das Lackmuspapier sehr stark zu röthin.
Die erhaltenen Krystalle, Laurine, waren gelblichweiß, ziemlich durch-sichtig, nadelförmig und gewöhnlich z—4, bisweilen auch bis iZLinienlang; sie besitzen einen bedeutend bittern und scharfen Geschmack, und rie-chen wie Lorbeeren, sind in kaltem Wasser gar nicht, in kaltem Alkoholschwer, in kochendem aber und in Aether leicht und vollständig auflöslicb.
In einem silbernen Löffel erhitzt schmelzen sie und verbreiten einen schwachenHarzgeruch unter Hinterlassung eines unbedeutenden, beinahe ungefärbten !Rückstandes. Kaustische Alkalien wirken nicht darauf und bilden keine Safe
damit. Die geistige Auflösung verändert weder Lackmus-noch Kurkumepapier.
Das Oel nähert sich in seinem Ansehen und seinen Eigenschaften de»fetten Oelen. Es ist grün, sehr bitter, scharf, etwas reizend und von ^dicker Consistenz wie ein Mucilago. Es enthält Stearine, und bildetmit kaustischem Kali und Natron weiche Seifen. Der schwache Alkohol,aus welchem und dem Lorbeeröls die krystallinische Substanz sich abge-sondert hatte, ließ beim ferneren Abdampfen eine weiche Substanz fallen,welche B. bituminös-harzig nennt, weil sie einige EigenschaftenderHarze hat. Sie ist schwarz, talgartig, wird an der Luft bald fest, riechtunangenehm empyreumatisch, schmeckt bitter, reizend, brennt mit leb-hafter Flamme, und hinterläßt eine leichte lockere graue Kohle. Aethernimmt wenig, Alkohol beinahe die Hälfte auf; das Zurückbleibende istzähe und klebrig. Kaustisches Kali löst beide Harze vollkommen auf.
Der Rückstand von der Behandlung mit kaltem Alkohol wurde mit Al-kohol gekocht, und dadurch Stearine erhalten, welcher aber noch ein rdes Gewichts flüssiges Oel beigemischt war.
Bei der Destillation mit Wasser gaben die Lorbeeren eine aromatischemit ätherischem Oele geschwängerte Flüssigkeit. Letzteres ist bei 25° DMbei 15° schmierig und in niedrigeren Temperaturen völlig fest, schmecktbitter und ist von schmutzig weißer Farbe. Der Schleim, das Satzwehlund die halbfesten fetten Substanzen hindern sehr die Destillation.
Auf dem erkalteten dicken Rückstände schwimmt eine fette schmierigeSubstanz, welche sich durch gelindes Erwärmen in ein grünes Oel und m