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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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locken Islsnäious

verdanken wir Verzelins (Schw. I. VII. ->8iZ. S. Z17.) eine schöneArbeit über das isländische Moos, dnrch welche wir mit der Naturder zwei am meisten ausgezeichneten Bestandtheile des Mooses, näm-lich des eigenthümlichen Bitterstoffs und des eigenthümlichen Stärke-mehls, naher bekannt gemacht worden sind.

40 Grammen getrocknetes und grob gepulvertes Moos wurden wie-derholt mit kaltem Wasser ausgezogen. Der Aufguß, welcher einen bit-tern unangenehmen Geschmack, fast keinen Geruch und eine schwachgelbbraune Farbe hatte, wurde abgedampft, wobei er seine Farbe in diebraune umwandelte, und zuletzt ganz undurchsichtig wurde. Der dunkel-braune ertractartige Nückstand gab an Alkohol einen braungelben Stoffab, der nach dem völligen Verdunsten des Alkohols zähe war, und sichkaum zur Trockne bringen ließ. Bei der Auflösung desselben in Wasserblieb eine rothgelve, pulverige, bittere Substanz übrig, welche sich amEnde der Verdunstung des Alkohols abzusondern angefangen hatte. Dievon dem bittern Pulver befreite wäßrige Auflösung gab durch Verdun-sten einen braunen Sprup, welcher süß und hintennach salzig schmeckte.Der braunfärbende Ertractivstoff konnte durch Bleiessig gefällt, und derSprup von hellerer Farbe dargestellt werden. Der vom Alkohol unanf-gelöst gelassene Antheil war braun, und trocknete leicht zu einer hartenspröden Masse aus, welche bis auf eine geringe Menge unauflöslich ge-wordenen Ertractivstoff im Wasser auflöslich war, und neben Phosphors.Kalke ein Kalksalz mit einer verbreunlichen Säure enthielt.

Da das kalte Wasser auch bei wiederholten Aufgüssen nicht allenBitterstoff auszieht, wie schon Westring beobachtet hatte, so wurdedas mir kaltem Wasser ausgezogene Moos dreimal mit einer Lauge voni; Pfund Wasser und einer Gramme krystallisirtem kohlensaurem Kalidigerirt. Die alkalischen Auszüge waren ausnehmend bitter; sie wurdenin einer Porzellanschale zur Trockne abgedampft. Während der Ab-dampfung wurde die Flüssigkeit immer dunkler braun und zuletzt ganzschwarz. Es blieb eine harte braune Masse zurück, die nicht im min-desten bitter schmeckte, was vorher im höchsten Grade der Fall war.

Das rückständige Moos wurde in einer Porzellanschale mit Wasserzwei Stunden gekocht, und die breiige Masse ausgepreßt. Die Flüssig-keit war braungelb, klar, beim Erkalten wurde sie undurchsichtig, undgerann zu einer steifen Gallerte. Diese ließ allmälig einen AntheilFlüssigkeit fahren, welche dnrch ein Seihetuch abgeschieden wurde. Diezurückbleibende Gallerte bildete nach dem völligen Austrocknen einenschwarzen harten Stoff. Die abgeschiedene Flüssigkeit gab beim Abdam-pfen Gummi.

Der durch das siedende Wasser nicht aufgelöste Antheil des Mooseswar aufgequollen, halbgeronnenem Eiweiß ähnlich, von graugrüner Farbe.Beim Trocknen wurde er schwarzgrün, hart, rissig und auf dem Brucheglasig. Mit Alkohol behandelt gab er eine grüne Tinctur, und enthielt