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dem alten Holze runzlig, an dem jungen glatt, grau, der Splint gelblich,das feste Holz im Innern dunkelroth. Die Blätter stehen abwechselnd, sindabgebrochen gefiedert, mit umgekehrt-eiförmigen, oft schiefen, an der Spitzezurückgedrückten Vlättchen. Die wohlriechenden Blüthen bilden zahlreiche,vielblüthige, aufrechte, einfache, Z —4 Zoll lange Trauben. Der Kelchbesteht aus einem sehr kurzen, kreiselförmigen, stehenbleibendem Rohre undeinem aus 5 ungleichen, ovalen, röthlichen, hinfälligen Blättchen gebilde-ten Saume. Die Blumenkrone ist aus eben so viel keilförmigen, stumpfen,blaßgelben Blumenblättern, welche noch einmal so lang als der Kelch sind,zusammengesetzt. Frucht: eine längliche, etwas zusammengedrückte, an bei-den Enden verschmälerte, 2 — Z saamige Hülse.
Das innere dichte und ziemlich schwere Holz dieses Baumes ist unterdem Namen Campecheholz als Farbematertal und als ein adstringirenderArzneistoff bekannt. Wir erhalten es in großen von dem Splinte befreitengelbröthlichen Stücken, die eine unebene Oberfläche, und von derEinwir-kung der Luft von außen eine schwärzliche, inwendig eine blutrothe Farbehaben, und quer durchschnitten kleine, rothe, dunkle, wellenförmige Ringezeigen. Es ist sehr dicht und fest, läßt sich schwer durchschneiden, und istspec. schwerer, als das Wasser, nämlich j,o;7. Gekaut färbt es den Spei-chel rothbräunlich. Der Geruch, wenn es gerieben wird, ist schwach violen-artig, der Geschmack süßlich, etwas adstringirend, hintennach bitterlich.
Beim Kochen mit Wasser giebt das Blattholz eine sehr gesättigterothe Flüssigkeit, welche durch die Säuren hochroth, und durch die Al-kalien, Metallorpde und basischen Salze derselben violett gefärbt wird.Auch der Weingeist zieht den Farbestoff aus. Zwei Pfund Holz gebengewöhnlich 4 — 5 Unzen wäßriges Ertract.
Chevreul (Schw. I. I Vst S. 424. und Vlll. S. 272.) hat eine sehrsorgfältige Analyse dieses Holzes geliefert. Er stellte einen eigenen Grund-stoff , der mit einem an sich in Wasser unauflöslichen Bestandtheile im Holzeverbunden sich befindet, vermittelst des ersteren aber in Wasser auflöslich ist,dadurch abgesondert dar, daß er den wäßrigen, bis zur Trockne abgedampf-ten Aufguß mit Alkohol übergießt, der den färbenden Grundstoff aufnimmt,mid eine braune Substanz zurückläßt. Der geistigen Flüssigkeit wird, nach-dem sie eingedickt worden, etwas Wasser zugesetzt, und der Weingeist abge-dampft. Aus dem Rückstände krpstallisirt sich nach einigen Tagen der fär-bende Grundstoff, denChevreul Hämatine nennt, wofür man aber diepassendere Benennung Hämatorylin vorgeschlagen hat. Es schießt in klei-nen, feinen, stark glänzenden, schuppigen Krystallen von weißer Rosafarbea», welche etwas von dem Scheine des durch schwefelige Dämpfe leicht ge-färbten Silbers oder des bleichen Musivgoldes besitzt, hat einen etwas ad-stnngirenden und bittern Geschmack, wenn man es einige Zeit im Mundedalt; ist in Wasser, Alkohol und Aetyer auflöslich, schlägt die Hausenblasenur schwach nieder; Säuren machen die orangerothe Farbe seiner Auflösunggelb, Alkalien pnrpurroth, violett oder blau. Man kann diesen Stoff als
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