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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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657
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Hlaeis (0!eum) 667

ttze Materie der Macis zurückblieb. Die Abkochungen opalisirten, hal-ten eine schleimige Consistenz, die durchs Abrauchen immer dicker wurde,einen süßlichen, einer verdampfenden Gummilösung gleichenden Geruch,und waren ganz -geschmacklos. Nach dem völligen Verdampfen blieb einetrockene zerbrechliche Materie, die alle physischen Eigenschaften des Gum-mis besaß. Sie ist ohne Geruch, zieht die Feuchtigkeit der Lust nicht an,ist unlöslich in starkem Weingciste, schwillt im Wasser auf, löst sich den!-nLchst darin, und ertheilt ihm eine ähnliche Klebrtgkeit wie das Gummi.Die Lösung zersetzt sich, wenn man sie sich selbst überläßt, nicht leicht.Durch andere chemische Eigenschaften nähert sich diese Materie demStärkemehle (Salpetersäure erzeugt Oralsäure, Schwefelsäure wandeltsie in eine zuckerige, trockene, in Weingeist und Wasser lösliche Ma-terie rc.), unterscheidet sich jedoch davon durch ihr Verhalten gegen bisJodtinktur, mir welcher sie, statt einer blauen, eine schön purpurfar-bene Lösung bildet. Am meisten nähert sie sich der Amidine.

Durch Destillation der Macis mit Wasser erhält maü ein etwas opali-sirendeö Wasser, das einen sehr gewürzhasten, dem des Terpenthinöles sichnähernden Geruch, und einen etwas gewürzhaften Geschmack besitzt. Aufder Oberfläche desselben schwimmt eine kleine Menge ungefärbten Oeles, undam Boden des Gefäßes befinden sich einige Tropfen eines andern Oeles.

Nach dieser Analyse enthalten die Macis: 1) eine kleine Menge flüch-tigen ungefärbten Oeles (16 Unzen Macis geben ein halbes Loth Oel); 2)eine größere Menge eines gelben, riechenden, nicht flüchtigen OeleS, wel-ches löslich in Aether und unlöslich in siedendem starken Weingeiste ist; z)eine ungefähr gleiche Menge eines andern riechenden, nicht flüchtigen, ro-then Oeles, welches in Aetber und starkem Weingeiste in allen Verhältnissenlöslich ist; 4) eine eigenthümliche grimmige Materie, die mit dem Amylumund dem Gummi übereinstimmende Eigenschaften zeigt, jedoch darin vorzüg-lich abweicht, daß sie mit Jodtinktur statt der blauen eine schöne purpur-farbene Lösung bildet. Diese Materie macht wenigstens den dritten Theildes Gewichts der Macis aus; 5) eine kleine Menge Faserstoff.

Henry hält dafür, daß der Weingeist zur Ausziehung unzureichendsey, und man den Scbwefelather anwenden müsse, wenn man ein flüssigesArzneimittel wünscht, welches alle ölige Theile der Macis aufgelöst ent-halten soll. Gewöhnlich wird bis jetzt aber die geistige Tinctur oder auch dasPulver verordnet. Häufiger ist der Gebrauch als Gewürz.

^»«8. Das Ocl. MußkatenblütM.

Wird durch Destillation aus der Macis in Ostindien bereitet.

Ein ätherisches, dickliches, gelbliches, oder röthliebcs, wohlrie-chendes Oel, von dem Gerüche der Macis. Spec. Gcw, — o,S46.

In diesem Oele erzeugen sich (ähnlich wie bei andern ätherischen Oelen),Dulps preuß. Pharmak. s.