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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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673
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Martini verum

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Diese in Europa sehr häufige Pflanze wächst überall an Wegen, Zäu-mn und uugebauten Orten. Die Wurzel geht nicht tief in die Erde, istzaserig und schwarz. Der ausrechte, viereckige, steife, harte Stengel istmit einem weißen, unten besonders sehr häufigen Filze bedeckt, mit wenigengegenüberstehenden Besten versehen, und erreicht eine Höhe von 1 —iz Fuß,Die Blätter sind weich, ziemlich dick, kraus und runzlig, auf beiden Sei-ten weißlichfilzig, oben von etwas dunkelgrüner Farbe, einen Zoll und drü-ber lang. In den Blattwinkeln stehen die kleinen weißen Blumen in gro-ßer Zahl quirlförmig dickt beisammen. Der Kelch ist einblättrig, cplindrisch;die Krone einblättrig und racbensörmig, die Oberlippe fast aufrecht, zwei-spaltig, die Unterlippe zurückgebogen und dreilappig, die Seiteniappen sindspitz, der Mittellappen breit und elngeschnittcn.

Blüthezeit Juni bis August.

Die blühende Pflanze hat frisch gerieben einen starken, balsamischenangenehmen Geruch, der sich beim Trocknen verliert. Der Geschmack istbitter und etwas scharf salzig.

Verwechselungen niitö-cklom »iges und dlepets oZisriasind leichtznvermeiden. Die Schwarzballote ist durchaus rauh, 3 —4 Fuß hoch, blühtbläulichroth, und hat ein schwärzliches verblühtes Ansehen und einen eigenenwidrigen Geruch. Die Blätter sind viel größer, mehr herzförmig, untennicht weißwollig, und am Rande spitzig gezähnt. Die Blätter der Katzen-münze sind zwar auf ihrer untern Fläche weißlich, aber mehr haarig alswollig; auch sind sie nicht eiförmig, sondern fast herzförmig und spitziggezähnt; die ganze Pflanze besitzt einen starken münzeartigen Geruch.

Der weiße Andorn wird als zertheilendes und eröffnendes.Mittel,vorzüglich nur in, Ertractform gebraucht. Nach Gleditsch kann erauch zur Lohe angewandt werden.

Müi-Uiu vvl-Nln. Das Kraut. Amberkraut. Katzenkraut.I'suorium iVIai-umOinn. Ein im Oriente wildwachsender,im südlichen Europa angebauter kleiner Strauch.

Das blühende gewürzhafte, wohlriechende Kraut, mit vier-eckigem Stengel, entgegengesetzten, länglichen und lancettsörmi-gen, kurzgestielten, ganzrandigen, am Rande einwärts geboge-nen, kleinen, zugleich mit den Stielen und Aestchen, mit einemweißen Filze überzogenen Blättern, und traubenartigen purpur-farbigen Blüthen. Im Sommer einzusammeln.

llseuciflum Marum 1.MN. Der Katzengamander. Mastirkraut.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. !V. Taf. 21.

Hapne Arzn. Gew. Bd. VIll. Taf. 2 .sexual. 61. XIV. Orcl. I. Oiü^nsmis 6^-mnorperm,».

Oeck. natural. lfiatzialae.

Der Katzengamander, welcher ursprünglich in Syrien, Aegppten, Kan-Dulk' s preuß. Pharmak. I. 4 z