Hsori'kiuL
723
Erkaltenlaffen wurden aus 100 Th. erhalten: Stearine is, Ela-ne 76 ,sund 4,5 einer färbenden orangegelben Materie und aromatisches Princip,welche von dem der geistigen Lösung zugesetzten Wasser aufgenommen wa-ren. Auch die Verseifung wurde durch Kochen mit ätzender Kalilauge be-wirkt. Die Seife wurde durch Weinsäure zersetzt, und diegewonnene Talg-und Oelsäure auf einem Filter mit warmem destillirtem Wasser ausgewa-schen. In absolutem kochendem Alkohol aufgelöst, wurde die Flüssigkeit,aus der sich beim Erkalten die Talgsänre abgesondert hatte, der Destillationunterworfen; das saure Destillat wurde dann mit Barytwasser bis zur Sät-tigung versetzt, die Flüsstgkeitabgeraucht, und dann mit überschüssiger Phos-phorsäure zersetzt, worauf sich die Thr ansäure (-lcistum pbocsenicum)auf der Oberfläche abschied, die ein braun-safrangelbes Oel bildet, einenspecifischen penetranten, der Heringslake ähnlichen Geruch und einen sau-ren aromatischen Geschmack hat. Spec. Gew. v,94t. Sie ist mit färben-der Materie und aromatischem Principe verunreinigt, und schwer davon zutrennen. 100 Th. saponificirtes Oel gaben: Talgsäure 17; Oelsäure 74,Z;Thransäure 5,5; vrangegelbe färbende Materie und aromatisches Princip z.
Der Leberthran wird innerlich eßlöffelweise gegeben; man hat ihn auchzum Klystier angewandt. Die Erscheinungen, welche sich nach dem innerli-chen Gebrauche desselben zeigen, sind besonders Vermehrung des Schweißesund Urins, und wo Verstopfung vorhanden ist, auch öfterer Stuhlgang.
Eine dem Leberthran ähnliche Flüssigkeit ist derOlguor lVkunelae llu-visiilü bepsticus, der V0N Osstur Oola reu lVIurlela kluvistilir, der ein-zigen Oallu;. Art, die im süßen Wasser, und unter dem Namen Quappesehr bekannt, deren Leber als ein Leckerbissen geschätzt ist, gewonnen wird,und zwar dadurch, daß man die vorher zerschnittene Leber in einem Glaseaufgehängt in die Sonne oder an einen warmen Ort stellt, wo dann dasFett austropft. Dieses wird als ein Mittel gegen Flecken der Hornhautgerühmt, wogegen es schon Aldrvvandus angewendet hat. Auch P l i-n ius redet davon: Omnium piroium ünvistilium marinorumgus aäepiliguekactur zole aümixto welle oculorum olsritati plurimum «ankert.
. Beer empfiehlt folgende Formel:
1^, Oiguor. liep. inurtel. fluviatilir H»
Lul^ri rscentic inculai^.
IVlercurü praeoipitati rnl>ri gr, XXIV.
IVI. k. längn. st.
Das seit kurzem vom Senegal nach Frankreich gebrachte Tonrlourouöl,zu Einreibungen gegen Rheumatismen, dessen sich die nackten Neger amSenegal bedienen, um ihren Körper vor der Sonne und dann wieder vorFeuchtigkeit zu schützen, wird durch Rösten der Eingeweide des Tvurlvurou(Lsncer rurioola l., oder Oecarcinur ruricols Oescli.) erhalten. DieserKrebs, von röthlicher Farbe, wird auch unter dem Namen Taumody ge-gessen. Das durch Rösten gewonnene Tonrlourouöl ist braungelb und etwasranzig; auch schwimmen verkohlte Theilchen des Thieres auf demselben.