Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
705
JPEG-Download
 

HIosokus

7o5

Körnerchen gleichend, in eine dünn auszubreitende Lage gestri-chen, dann mit schimmernden Punkten, von bitterlichem Ge-schmacke, eigenthümlichem, höchst durchdringendem, lange an-haltendem Gerüche, in dem zelligen Gewebe eines'kugligen,auf der einen Seite converen, auf der andern concaven, mitHaaren besetzten, oft mit einem Ausscheidungscanale begabtenBeutels abgesondert.

Der lVloLal>ur 1'unHui'nenris , aus dem tibetanischen und chi-nesischen Reiche zugeführt, ist auszuwählen, dessen Beutel vonder Größe eines Hühnereies und kleiner, außen mit kurzen, star-ren, gemeiniglich bräunlichen Haaren besetzt, innen mit einembraunen zähen Häutchen bekleidet. Durchaus verwerflich ist derlVIoscliur LLbsräinieur, in größeren, die Größe eines Hühner-eies übersteigenden, immer mit längeren weißgrauen Ha.arenbesetzten Beuteln eingeschlossen, so auch der sogenannte lVkoioüurex vesicii, der aus den Beuteln herausgenommen worden.

lVlocckius morokikerur l.inn. Moschusthier. Bisamthier.

Abbild. Brandt n. Ratzeburg Getr. Darst. derThiere.H. ll. Taf. 7.

Das Moschusthier gehört zur Classe der Sängethiere (lVlsniin->!iz),zur Ordnung der Zweihufer lüi-ulca), zur Familie der Rehactigen (Ls-xrsoli), und zur Gattung Moschus.

Das Vaterland des Moschusthiers ist ausschließlich Asien. Es findetsich dort in den großen Bergzügen vom 16 —58 ° N. B. und vom gr —>55° L., doch wird sein Wohnsitz, je mehr es sich dem Wendekreis nähert,beschränkter. In Sibirien trifft man es im Altaigebirge vom Jrtisch anbis zum Obi, und von da bis zum Jenisei und um denselben, und diesseitsdes Jenisei um den Yssus und Abakamus. Jenseits des Jenisei wohnt eSim Krasnojareskischen Departement, und zwischen dem Jenisei und derMana, und zieht sich von da bis zu den Flüssen Tunguska und Mangase.In den Satanischen Gebirgen, den Bergzügen, welche die Mongolei undDaunen von Sibirien trennen, und in den Gebirgsketten, welche in derNähe des Amur und des indischen Oceans verlaufen, fehlt es nirgends.Besonders häufig hält es sich am Baikalsee, der Witima und der Ober-erm auf. An der Lena hat man es überhaupt bis Jakuhk beobachtet.Noch häufiger aber ist es an der Jlga, wo zuweilen mancher Jäger mei-nem Winter über ino fangen soll. Um den Jndigirka pflegt es nur seltenzu seyn. Außer Sibirien sind als seine Wohnorte China, Tonkin, Cochinchi-na.Pegu, Arakan, Buran, Tibet und Caschmirzu nennen. Jmder chinesi-schen Provinz Setschuen ist sogar ein Berg nach seinem Reichthum au Mo-schnslhiereu Lehiang (Le,Hiang sind die chinesischen Namen für Msscdus-Dulk' s preuß. Pharmak. I. ä5