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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Oxalium

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ist, wird das Oralium gewonnen. Die Pflanzen werden nämlich zerstampftund ausgepreßt; der erhaltene Saft wird erhitzt, damit sich der grüne Stoffabscheide, und dann in eine hölzerne Butte gethan, wo man ihm etwasThon zusetzt. Nach 1—2 Tagen hat sich der Saft geklärt und der Bo-densatz abgeschieden. Ersterer wird nun abgegossen, in einem kupfernenKessel gehörig abgedampft, und zum Krystallisiern gebracht. Das Salzschießt nach einigen Tagen in braunen Krystallen an, welche man durchUmkrystallisiren reinigt, 100 Pfund Sauerklee geben 50 Pfund Saft, undaus diesen erhält man nur 8 Loth reines Salz. Es wird vorzüglich inder Schweiz, auf dem Harze und dem Thüringerwalde verfertigt.

Das Sauerkleesalz ist weiß, krystallisirt in kurzen undurchsichtigen vier-seitigen Säulen, welche lustbeständig sind, und einen bitterlich saurenGeschmack haben. Wenn man mit den Händen in denselben wühlt, sosteigt ein Staub auf, der einen starken Reiz in der Nase verursacht. Eslöst sich wenig in kaltem, aber in 14 Theilen kochendem Wasser auf, inAlkohol ist es unauflöslich. Auf glühenden Kohlen giebt es einen sauren,stechenden Rauch, verkohlt aber nicht. Bei der Destillation giebt es einesaure, gelbliche Flüssigkeit, aber kein Oel. An der Luft verändert es sichnicht. Nach Vogel besteht es aus: Kali 31,44; Oralsäure 55,93; Wasseris,6Z. Es ist zweifach orals. Kali, und zusammengesetzt aus 1 At. Kali(—589,916), 2 At. Oralsäure (—905,750) und 2 At. Wasser (—224,958),erhält also die Zahl -s- 28 — 1 / 20 , 624 , woraus durch Rechnunggefunden werden: Kali 34,r9; Oralsäure 52 , 64 ; Wasser iz,07.

Das Kleesalz kann verfälscht vorkommen mit Weinstein oder Weinsäure.Der Weinstein wird schon durch seine Schwerauflöslichkert in Wasser sichzu erkennen geben; die Weinsäure wird mit Kali gesättigt in einer Auflö-sung des salpeters. oder salzs. Kalkes keinen Nicderschlag hervorbringen,wogegen die Oralsäure den unauflöslichen orals. Kalk erzeugt. Augemischtessaures schwefelst Kali wird beim Brennen nicht in kohlenst Kali umgeändert.

Das Saucrkleesalz giebt die als chemisches Reagens unentbehrliche Oral-saure , welche sich in sehr vielen Pflanzen an Kali oder Kalk gebunden fin-det, auch künstlich durch Einwirkung der Salpetersäure auf die meistenorganischen Verbindungen, als Zucker rc., erzeugt wird. Zur Darstellungdieser Säure aus dem Kleesalze wird eine heiße Auflösung desselben mit Kalioder Ammoniak neutralisirt, und dann so lange Bleizuckerauflösung zuge-setzt, als ein weißer Niederschlag von oralsaurem Bleioxyd entsteht. Dieseroon der darüber stehenden essigs. Kalilauge getrennte und gut ausgesüßteNiederschlag wird durch Schwefelsäure dem stöchiometrischen Verhältnissegemäß, nämlich auf ioo TH. orals. Blsioryd 33 Th. Schwefelsäure von 1,85spec.Gew., die vorher aber mit dem lofachen Gewichte Wasser verdünntworden ist, zersetzt, indem man das Gemisch 24 Stunden hindurch unterosierm Umrühren digerirt, wobei unauflösliches schwefelst Bleioxyd entsteht,^Oxalsäure aber ausgeschieden wird, welche sich in der Flüssigkeit auflöst.Die>e wird vvm Niederschlage absiltrirt, derselbe noch ausgelaugt, die klare