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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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weniger ätherisches, aber fettes Oel von Talgcousistenz und dem völ-ligen Gerüche der Bohnen. Beide Sorten zeigten etwas Gerbestvff.

Bonastre (Berl. Jahrb. XXVII. i. 1825 . S. iso., Buchn. Repert.XXI. 2. S. 2<>1.) hat die kleinere Art der Pichurimbohne» zerlegt. DurchDestillation, die wie bei den Lorbeeren schwierig ist, erhielt er wesentliches^ Oel, als eine leichte dickliche auf der übergegangenen Flüssigkeit schwim-I wende Materie. Dieses Oel hat eine schmutzigweiße Farbe, bräunt sich derknst ausgesetzt ein wenig, vorzüglich wenn es zu sehr erhitzt worden, hateinen scharfen bittern Geschmack, ist bei mittlerer Temperatur fest, undbesteht aus kleinen ebenen Blältchen und Körnern, die eins unter dasandere vertheilt sind, hat einen starken Geruch, der sich mehr den Lorbeerenund dem Sassafras als der Muskatnuß nähert. Dieses Oel scheint ausMi Substanzen zusammengesetzt; die eine löst sich vollständig in Wein-geist, hat einen starkem Geruch, und ist flüchtiger als die andere, diefast geruchlos, weniger flüchtig und unlöslich in kaltem Weingeist ist, derstein der Form von kleinen weißen glänzenden glimmerartigen FlitternUNiigegriffen läßt. Diese letztere Substanz verursacht wahrscheinlich denweißen Beschlag der Glasgefäße, worin die Pichurimbohne eingeschlossenist. (Elaeopten und Stearopten, vergl. Olea sniüsrea im 2ten Th.)

Der Rückstand von der Destillation ist dick, schleimig, stark gefärbt,fast roth und sehr bitter. Beim Erkalten bildet sich darauf eine fettesage, die aber härter und dicker ist, als bei den Lorbeeren- Er wurde mitAlkohol behandelt, welcher ein wenig von der fetten Materie auflöste, undbeim Abdampfen Stearine fallen ließ; zuletzt blieb gefärbter krystallisirba-rer Zucker zurück. Der übrige Rückstand enthielt viel Satzmehl, welchesam besten dadurch erhalten wird, daß man die ganze Bohne zu einemTeige zerstößt, diesen mit Wasser anrührt, und dann alles auf ein Filtrümbringt. Es läuft eine schwach gefärbte Flüssigkeit ab, worin thierische Gal-lerte kaum einen Niederschlag hervorbringt. Wird die Flüssigkeit abge-taucht, so erhält man eine ertractartige Substanz, die sehr löslich in Wasser,unlöslich in Weingeist und Aether ist, und einen süßlichen Geschmack be-sitzt. Durch Digestion mit Weingeist wird ein schmieriges Oel und ein zähesklebriges Harz erhalten, so wie durch eine schwache Kalilauge eine färbendeMaterie ausgezogen wird, welche durch Sauren gefällt werden kann.

Beim Einäschern liefert die Pichurimbohne j Procent Asche, die"ut destillirtem Wasser eine sehr kalische Flüssigkeit giebt, welche neutra-llsirt durch salpeters. Baryt, salpeters. Silberoryd niedergeschlagen wird,und mit Weinsäure Weinstein erzeugt. Der Rückstand lost sich in über-schüssiger Salzsäure auf, und vrals. Ammoniak bildet einen weißen Nie-derscdlag, vrals. Kalk.

soa Th. bestehen nach dieser Analyse aus: festem flüchtigem Oele 15;butterartigem nicht flüchtigem Oele so; Stearine 110; klebrigem Harze 15 ;brauner färbender Materie,äo; Satzmehl 55 ; löslichem Gummi 60; tra-tzanthartigem Gummi g; Säure, verbunden mit einer fremdartigen Sub-